verkalken

GrammatikVerb · verkalkt, verkalkte, ist verkalkt
Aussprache
Worttrennungver-kal-ken
Grundformkalken
Wortbildung mit ›verkalken‹ als Erstglied: ↗Verkalkung
eWDG, 1977

Bedeutung

Medizin etw. verkalktetw. verhärtet durch Ablagerung, Einlagerung von Kalk in Geweben
Beispiele:
die Rippenknorpel des Patienten verkalken
verkalkte Arterien
umgangssprachlichjmd. ist verkalkt (= jmd. leidet an Arterienverkalkung)
übertragen mit zunehmendem Alter an geistiger Kraft und Beweglichkeit verlieren
Beispiel:
er verkalkt immer mehr
Grammatik: meist im Part. Prät.
Beispiele:
Ich bin ein alter Mann ... ich bin ein bißchen verkalkt, vertrottelt [BöllBillard33]
Die Klassiker, die im Königl. Schauspielhaus ein verstaubtes und verkalktes Leben fristeten [WintersteinLeben2,28]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ader Arterie Blutgefäß Gefäß langsam verrosten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verkalken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gewiss sind die beiden Herren, wie ihre sonstigen intellektuellen Äußerungen zeigen, noch nicht verkalkt.
Der Tagesspiegel, 11.10.1999
Was tun Sie, wenn die Ader schon sehr verkalkt ist?
Bild, 06.11.1997
Meine erste Frau ist inzwischen 81 und verkalkt, sie wird zum Pflegefall.
Die Zeit, 16.12.1983, Nr. 51
Der humorige alte Herr im Weißen Haus, der sich wie ein Kind an Weltraumspielen ergötzen kann, verkalkt offenbar mit Lichtgeschwindigkeit.
Der Spiegel, 29.04.1985
Ringsumher lagen noch Dutzende von Leichen, verwest, verkalkt, zu Mumien gedörrt, in unheimlichem Totentanz erstarrt.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 20
Zitationshilfe
„verkalken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verkalken>, abgerufen am 14.12.2019.

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