verketten

GrammatikVerb · verkettete, hat verkettet
Aussprache
Worttrennungver-ket-ten (computergeneriert)
Wortbildung mit ›verketten‹ als Erstglied: ↗Verkettung
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
etw. mit einer Kette festbinden, verschließen
Beispiel:
Die Mutter schließt die Kammertür und verkettet sie von außen [StrittmatterOchsenkutscher149]
2.
etw., sich fest verbinden, zusammenfügen
Beispiele:
mehrere Maschinen verketten
diese Moleküle haben die Tendenz, sich zu höheren Einheiten zu verketten
die verschiedenen Zweige der Volkswirtschaft sind unlösbar miteinander verkettet
dabei haben sich mehrere unglückliche Missverständnisse verkettet
Ursache und Wirkung verketten sich
seit ihrer Kindheit waren sie in unwandelbarer Freundschaft fest miteinander verkettet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kette2 · ketten · anketten · verketten · Kettenreaktion
Kette2 f. ‘Gliederband, Halsschmuck, Reihe von Personen, Folge von Ereignissen’, ahd. ketin(n)a ‘Kette, Fessel, Schlinge, Schnur’ (9. Jh.), mhd. ketene, keten ‘eiserne Kette, Fessel’, mnd. kēde(ne) ist entlehnt aus vlat. *cadena, lat. catēna ‘Kette, Fessel, Zwang, Klausel’. ketten Vb. ‘mit Ketten anbinden, fesseln’, ahd. ketin(n)ōn ‘fesseln, mit Ketten belegen’ (um 1000), mhd. ketenen ‘an die Kette, in Ketten legen’. anketten Vb. (16. Jh.). verketten Vb. ‘wie Glieder einer Kette verbinden’ (15. Jh.). Kettenreaktion f. ‘ausgelöster und sich von selbst fortsetzender Vorgang’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
hineinziehen (in) · im Netz fangen · verketten · ↗verstricken · ↗verwickeln
Synonymgruppe
assoziieren · in Verbindung bringen · ↗verbinden · verketten · ↗verknüpfen
Synonymgruppe
aneinanderhängen · ↗aneinanderreihen · konkatenieren · verketten · ↗zusammenfügen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ereignis Glück Molekül Schicksal Verdienst miteinander

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verketten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese Probleme existieren nicht isoliert, sie sind miteinander verkettet und erschließen sich erst in fächerübergreifenden, ganzheitlichen Analysen.
Becker-Schmidt, Regina: Frauenforschung. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 829
Die relative Zuordnung solcher Knoten ist freigestellt; sie können beliebig nach vorn oder hinten verkettet werden.
C't, 1994, Nr. 2
Dadurch sind Ontologie und Logik unlöslich miteinander verkettet und voneinander abhängig.
Klein, J.: Nominalismus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 13643
Denn meistens glaubt er, dass sich nur die Umstände unglücklich verkettet hatten.
Süddeutsche Zeitung, 13.07.2001
Soziale Gebilde sind ihm menschengebundene Wirklichkeiten, Formungen aus Willenskräften, außerdem dialektisch miteinander verkettet.
Freyer, Hans: Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft, Leipzig u. a.: B.G. Teubner 1930, S. 207
Zitationshilfe
„verketten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verketten>, abgerufen am 21.09.2019.

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