Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

verklemmen

Grammatik Verb
Aussprache  [fɛɐ̯ˈklɛmən]
Worttrennung ver-klem-men
Wortzerlegung ver- klemmen
Wortbildung  mit ›verklemmen‹ als Erstglied: Verklemmung  ·  mit ›verklemmen‹ als Grundform: verklemmt
eWDG

Bedeutung

sich verklemmenhängenbleiben und sich schwer oder gar nicht bewegen lassen, sich festklemmen
Beispiele:
die Tür hat sich verklemmt und lässt sich nicht öffnen
der Hund hatte sich mit seinem Bein im Gitter verklemmt
das Fenster ist verklemmt
ein verklemmtes Schubfach
übertragen
Beispiele:
ein schmerzlich verklemmter (= zusammengekniffener) Mund
das Gespräch verklemmte sich (= geriet ins Stocken)
Mehr würgte ich nicht aus der verklemmten Kehle [ St. ZweigAmok355]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) einklemmen · (sich) verkanten · (sich) verklemmen · blockieren

Typische Verbindungen zu ›verklemmen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verklemmen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verklemmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das nationale Bewußtsein der Deutschen ist heute weniger verklemmt als noch vor zehn Jahren. [Die Welt, 07.05.2005]
In einem anderen Fall hatte sich eine Kuh den Kopf in einem Gitter verklemmt. [Der Tagesspiegel, 13.09.2000]
Aber meist sitzt er nur verdruckst, verbiestert und verklemmt da. [Die Zeit, 30.05.1980, Nr. 23]
Auch sie scheint ganz verliebt, aber ist letzten Endes kleinbürgerlich verklemmt. [Die Welt, 10.05.2003]
Bis heute schwingt in dem Wort »verklemmt« sofort eine Wertung mit. [P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1993, Nr. 10]
Zitationshilfe
„verklemmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verklemmen>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
verkleistern
verkleinern
verkleiden
verklecksen
verkleckern
verklemmt
verklickern
verklingen
verklinkern
verklitschen