verkrampfen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-kramp-fen
Grundform krampfen
Wortbildung  mit ›verkrampfen‹ als Erstglied: Verkrampfung  ·  mit ›verkrampfen‹ als Grundform: Verkrampftheit
eWDG

Bedeutungen

1.
sich, etw. im Krampf zusammenziehen
Gegenwort zu entkrampfen
Beispiele:
die Muskeln verkrampften sich
beim schnellen Schreiben verkrampften sich seine Finger und schmerzten
während er schrieb, verkrampfte er sich und bekam Schmerzen im Handgelenk
jmd. verkrampft die Muskeln, Lippen
verkrampft am Steuer sitzen
eine verkrampfte Körperhaltung, Bewegung
verkrampfte Finger, Hände
die verkrampften Muskeln lösten sich
jmd. verkrampft etw. zu, in etw.
Beispiel:
er hatte die Hände in den Taschen, zu Fäusten verkrampft
2.
jmd. verkrampft sichjmd. wird innerlich unsicher, bekommt Hemmungen, wird unnatürlich, unfrei in seinem Auftreten, wirkt sehr gehemmt
Beispiel:
als sie merkten, dass die Fernsehkamera auf sie gerichtet war, verkrampften sie sich und sprachen unnatürlich
Grammatik: meist im Partizip II
Beispiele:
jmd. ist verkrampft, sieht verkrampft aus
der Tenor wirkte in seiner Darstellung verkrampft
er lachte etwas verkrampft und unnatürlich laut
ein verkrampftes Lächeln, Schluchzen
verkrampfte Gesten
die Unterhaltung war gezwungen und verkrampft

Thesaurus

Synonymgruppe
anspannen · krampfen · verkrampfen

Typische Verbindungen zu ›verkrampfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verkrampfen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verkrampfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Also konzentriere ich mich nur darauf und verkrampfe vielleicht deshalb.
Die Welt, 08.02.2003
Als ich das Kind am Hals festhielt, verkrampfte sich meine Hand.
Süddeutsche Zeitung, 03.12.1997
Dann ist Bewegung besser, als sich in einer Position zu verkrampfen.
Wilberg, Gerlinde M.: Zeit für uns, München: Frauenbuchverl. 1979, S. 70
Ich fuhr los, konnte kaum das Steuer halten, so verkrampft war ich.
Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 300
Trotzdem soll die Haltung beim Essen nicht verkrampft, sondern natürlich und ungezwungen sein.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 44
Zitationshilfe
„verkrampfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verkrampfen>, abgerufen am 22.09.2021.

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