verlieren

GrammatikVerb · verlor, hat verloren
Aussprache
Worttrennungver-lie-ren (computergeneriert)
Wortbildung mit ›verlieren‹ als Erstglied: ↗Verlierer · ↗verlierbar · ↗verlorengehen
 ·  mit ›verlieren‹ als Grundform: ↗Verlorenheit · ↗verloren  ·  formal verwandt mit: ↗gedankenverloren · ↗selbstverloren · ↗sinnverloren · ↗traumverloren
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
jmd. verliert etw.jmdm. kommt etw. unwillkürlich, ungewollt abhanden
Beispiele:
Geld, den Schirm, die Brieftasche, den Kugelschreiber, die Armbanduhr, den Ausweis verlieren
wir haben in dem Gedränge unsern kleinen Sohn verloren
bildlich
Beispiele:
salopp dich hat wohl der Esel im Galopp verloren? (= was bist du eigentlich für einer?)
Kochkunst verlorene Eier (= Eier, die aufgeschlagen und roh in kochendes Essigwasser gegeben worden sind)
2.
etw. verlierenbei etw. unterliegen, besiegt werden
Beispiele:
einen Krieg, Prozess, sportlichen Wettkampf verlieren
ein Sportler muss mit Anstand verlieren können
eine verlorene Schlacht, Wette, Schachpartie
den Einsatz verspielen
Beispiel:
er hat beim Skat 5 Euro verloren
3.
etw., jmdn. nicht behalten können, aufgeben müssen, einbüßen
Beispiele:
eine Pflanze, ein Baum verliert die Blätter
ein Motor verliert Öl
Tee darf nicht sein Aroma verlieren
der Pullover hat beim Waschen die Fasson verloren
die Markise hat ihre Farbe verloren (= ist ausgeblichen)
ihr Gesicht verlor alle Farbe (= sie wurde bleich)
etw. verliert seinen Sinn, Wert, seine Bedeutung, Geltung
etw. verliert seinen Schrecken, allen Reiz für jmdn.
ein unwiederbringlich verlorenes Buch
in der Wirtschaftskrise verlor er seinen Arbeitsplatz, seine Stellung, die Arbeit
er hatte durch die Inflation alle Ersparnisse verloren
die Haare, Zähne verlieren
durch einen Unfall einen Arm, das Gehör, Augenlicht verlieren
sie war früher Sängerin, hat aber ihre Stimme verloren (= sie kann nicht mehr so wie früher singen)
die Besinnung, das Bewusstsein verlieren (= ohnmächtig, bewusstlos werden)
das Gleichgewicht, den Halt, Boden unter den Füßen verlieren
den Mut, die Lust, Fassung, Geduld, gute Laune verlieren
anfangs war sie sehr schüchtern, verlor dann aber allmählich ihre Scheu
er verlor die Gewalt über den Wagen
die Freude, den Geschmack, das Interesse an etw. verlieren
die Orientierung, Richtung, eine Spur verlieren
jmds. Gunst, Freundschaft, Vertrauen verlieren
den Einfluss, die Macht verlieren
den Kontakt, die Verbindung zu jmdm., etw. verlieren
der Luftballon schwebte höher und höher, bis wir ihn endlich aus dem Auge, den Augen verloren (= ihn nicht mehr sehen konnten)
jmd. hat nichts zu verlieren (= jmd. hat nichts, geht deshalb kein Risiko ein und kann nur gewinnen)
die Abteilung hat im vergangenen Jahr (durch Kündigung) zwei Mitarbeiter verloren
sie hat schon früh ihre Eltern verloren (= ihre Eltern sind früh gestorben)
an etw. verlierenetw. teilweise nicht behalten können, aufgeben müssen, einbüßen
Beispiele:
an Schönheit, Ansehen, Einfluss verlieren
das Segelboot verlor an Fahrt (= fuhr langsamer)
das Flugzeug verlor an Höhe
der Europameister hatte einen großen Vorsprung, verlor aber auf den letzten 100 Metern wieder an Boden
dieses Problem hat keineswegs an Aktualität verloren
dadurch hat diese Aufgabe für ihn an Reiz verloren
umgangssprachlich jmd., etw. verliertjmd. wirkt weniger schön, weniger angenehm, jmd., etw. wirkt ungünstiger
Beispiele:
sie hat in letzter Zeit sehr verloren
wenn man ihn näher kennenlernt, verliert er
ohne Gürtel verliert das Kleid
übertragen
Beispiele:
sein Herz (an jmdn.) verlieren (= sich verlieben)
umgangssprachlich den Kopf, die Nerven (= die Beherrschung, Fassung, Ruhe) verlieren
umgangssprachlich dabei kann man Kopf und Kragen verlieren (= dabei riskiert man sein Leben, seine Existenz)
sein Gesicht verlieren (= eine Einbuße an Geltung erleiden)
vor Schreck, Überraschung, Staunen die Sprache verlieren (= nichts sagen können)
du hast wohl die Sprache verloren? (= warum sagst du nichts?)
du hast wohl den Verstand verloren? (= bist du verrückt, dumm?)
ein Problem, einen Menschen aus dem Auge, den Augen, dem Gesicht verlieren (= das Problem, den Weg dieses Menschen nicht weiterverfolgen)
er verlor kein Wort darüber (= sprach nicht darüber)
er war unkonzentriert und verlor in seiner Rede mehrmals den Faden (= kam von der gedanklichen Entwicklungslinie ab, ihm fehlte der gedankliche Zusammenhang)
den Boden unter den Füßen verlieren (= die geistige, wirtschaftliche Grundlage einbüßen, haltlos werden)
(an) Boden verlieren (= seinen Vorsprung einbüßen)
wir dürfen keine Minute, Zeit verlieren (= wir dürfen keine Zeit unnötig verschwenden, es eilt sehr)
sie hat durch ihre Krankheit ein ganzes Semester verloren
verlorene Jahre
dem verlorenen Glück nachtrauern
umgangssprachlich hier hast du nichts, nicht das Geringste verloren (= hier bist du fehl am Platze, gehörst du nicht her, hier störst du)
umgangssprachlich was hast du hier verloren?
umgangssprachlich ein verlorener Sohn (= jmd., der die in ihn gesetzten Erwartungen schwer enttäuscht hat) (= jmd., der sich als Außenseiter von der Familie gelöst hat, der lange ferngeblieben ist)
umgangssprachlich dieser Boden ist für die Landwirtschaft verloren (= kann nicht landwirtschaftlich genutzt werden)
4.
etw., jmd. verliert sichetw., jmd. verschwindet, vergeht
a)
etw., jmd. wird allmählich undeutlicher, bis es, er nicht mehr sinnlich wahrnehmbar ist
Beispiele:
das greisenhafte Aussehen des Neugeborenen verliert sich bald
der Pfad, die Spur verlor sich in den Wiesen, in den Wald
die Schritte knirschten auf dem Kies und verloren sich dann auf dem Rasen
seine Worte verloren sich zu einem Flüstern
etw. wird allmählich geringer, bis es ganz verschwunden ist
Beispiele:
ihre Scheu, Befangenheit verlor sich allmählich, nach und nach, mit der Zeit
ihre Erinnerung daran hat sich verloren
b)
jmd. entfernt sich und entschwindet allmählich den Blicken
Beispiele:
sein Blick folgte ihr, bis sie sich in der Ferne, Menge, im Gedränge, zwischen den Bäumen verloren hatte
als die Feuerwehr weggefahren war, verloren sich (= zerstreuten sich) die Neugierigen
c)
jmd., etw. scheint auf einer großen Fläche, in einem großen Raum klein
Beispiele:
die wenigen Zuschauer verloren sich in dem weiten Rund des Stadions
sich in einer großen Stadt verloren fühlen, vorkommen
verloren stand sie auf der großen Bühne
das zierliche Sofa wirkte verloren neben dem großen schweren Bufett
der spärliche Beifall, ihre Stimme verlor sich in dem Saal
ein verlorener (= abseits gelegener, einsamer) Winkel, Ort
eine riesige Bar also, an der die paar Herren ... recht verloren wirkten [M. WalserEhen378]
ein Mittagsläuten kam dünn und verloren von ferne [LanggässerSiegel20]
d)
jmd. geht ganz in etw., jmdm. auf, gibt sich einer Sache, jmdm. ganz und gar hin
Beispiele:
sich in Hirngespinsten, Erinnerungen, Phantasien, einen Anblick, in Träumen verlieren
in Gedanken verloren, starrte sie aus dem Fenster
er verlor sich ganz an diese Aufgabe
sie wollte sich nicht an ihn verlieren
e)
etw., jmd. schweift vom Eigentlichen ab, kommt vom Ziel ab, gleitet in Unwesentliches ab
Beispiele:
jmds. Bericht verliert sich in Einzelheiten
er verlor sich ins Uferlose
oft im Part. Prät.
verlorenziellos, zusammenhanglos
Beispiele:
ein verlorener Blick
ein verlorenes Lächeln
verloren vor sich hin stieren, ins Leere blicken
f)
Beispiel:
in diese öde Gegend verliert (= verirrt) sich niemand
5.
verloren seinnicht zu retten sein, zum Untergang bestimmt sein
Beispiele:
unrettbar, rettungslos, hoffnungslos verloren sein
jmdn., etw., sich verloren geben (= aufgeben, abschreiben)
jmdn., etw., sich für verloren halten
die Kranke ahnte, dass sie verloren war (= sterben würde)
umgangssprachlich ohne Brille ist er verloren (= hilflos)
noch ist nicht alles verloren (= noch besteht ein wenig Hoffnung)
auf verlorenem Postenin aussichtsloser Lage
Beispiel:
auf verlorenem Posten stehen, kämpfen, ausharren
vergeblich, umsonst sein
Beispiele:
bei ihm war alle Geduld verloren
das ist verlorene Liebesmüh(e) (= umsonst aufgewandte Mühe)
umgangssprachlich bei ihm ist Hopfen und Malz verloren (= er ist nicht mehr zu bessern)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verlieren · Verlierer
verlieren Vb. ‘etw. oder jmdn. plötzlich nicht mehr haben, unterliegen, besiegt werden’, (reflexiv) ‘sich verirren, sich völlig hingeben’, ahd. firliosan (8. Jh.), mhd. verliesen, vliesen, asächs. farliosan, mnd. vorlēsen, vorliesen, mnl. verliesen, nl. verliezen, afries. forliāsa, aengl. forlēosan (daraus engl. forlorn ‘verloren, verlassen, hilflos’), got. fraliusan ‘verlieren’ (germ. *fraleusan). Das Verb gehört mit ablautendem got. fralusnan ‘verlorengehen’ und den unter ↗Verlust und ↗Verlies (s. d.) behandelten Substantiven zu der unter ↗los (s. d.) angeführten s-Erweiterung der Wurzel ie. *leu-, auch *lēu-, *leu̯ə- ‘abschneiden, trennen, lösen’. Das durch grammatischen Wechsel aus stimmhaftem s entstandene r wird vom Prät. Plur. (mhd. verlurn) und vom Part. Prät. (mhd. verlorn) in frühnhd. Zeit auf alle Formen übertragen; vgl. kiesen neben auserkoren (s. ↗Kür). Erhalten hat sich das s in ↗Verlies und ↗Verlust (s. d.). Verlierer m. ‘wer etw. verloren hat, wer im Krieg, Spiel, Wettkampf unterlegen ist’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) verlaufen · (sich) verlieren · im Leeren verlaufen · im Nichts verlaufen · ins Leere laufen (mit) · nicht fruchten (bei jemandem) · nicht vorankommen · nicht weiterkommen (mit) · nicht weiterverfolgt werden · nichts bewirken · nichts herauskommen (bei) · ↗verpuffen · wirkungslos verpuffen · zu nichts führen  ●  wirkungslos bleiben  Hauptform · (sich) in Luft auflösen  ugs. · (sich) in Rauch auflösen  ugs. · (sich) in Wohlgefallen auflösen  ugs. · ↗(sich) totlaufen  ugs. · genauso gut hätte ich (+ absurde Handlung)  ugs. · im Sand verlaufen  ugs. · im Sande verlaufen  ugs. · nicht helfen  ugs. · nichts bringen  ugs. · vergebliche Liebesmüh sein  ugs. · ↗verläppern  ugs. · verplätschern  ugs. · ↗versanden  ugs.
Assoziationen
  • (sich) erübrigen · Muster ohne Wert · die Mühe nicht wert · ↗fruchtlos · nichts wert · ↗nutzlos · ohne Sinn und Zweck · ↗sinnlos · ↗umsonst · unnotwendig · ↗unnötig · ↗unnütz · ↗wertlos · zu nichts nutze · zu nichts nütze · ↗zwecklos · ↗überflüssig  ●  sinn- und zwecklos  Hauptform · (den/die/das) kannst du in der Pfeife rauchen  ugs., fig. · (sich etwas) schenken können  ugs. · (sich etwas) sparen können  ugs. · ↗akademisch  geh. · der Mühe nicht wert  geh. · entbehrenswert  geh. · ↗entbehrlich  geh. · ↗müßig  geh. · nicht der Mühe wert  geh. · nichts bringen  ugs. · ↗verzichtbar  geh. · überflüssig wie ein Kropf  ugs.
  • erfolglos · ohne Erfolg · ↗umsonst · ↗vergebens  ●  ↗fruchtlos (Anwaltsdeutsch)  Jargon · ↗vergeblich  Hauptform · (an/bei jemandem/etwas ist) Hopfen und Malz verloren  ugs. · außer Spesen nichts gewesen  ugs., Spruch · da kommt nix bei rum  ugs., salopp · dabei kommt nichts (he)rum  ugs. · ↗frustran (medizinisch)  fachspr. · für die Katz  ugs. · für die Tonne  ugs. · für nichts und wieder nichts  ugs. · kannst du knicken  ugs. · kannst du vergessen  ugs. · vergebene Liebesmüh  ugs. · vergebliche Liebesmüh  ugs.
  • elfenhaft · ↗engelhaft · ↗feenhaft · ↗körperlos · ↗sylphidenhaft · wie eine Sylphe  ●  ↗ätherisch  geh.
  • (das) Unmögliche wollen  ●  versuchen, einen Pudding an die Wand zu nageln  ugs.
  • (etwas) nicht beweisen können · keine Handhabe haben (gegen) · nichts in den Händen haben
  • erfolglos · ↗fruchtlos · ↗ineffektiv · ↗nutzlos · ↗unwirksam · ↗vergeblich · ↗verlustreich · verluststark · ↗wirkungslos  ●  stumpfes Schwert  fig. · bringt nichts  ugs. · ↗frustran  fachspr. · kann man sich schenken  ugs.
  • leere Versprechungen  ●  ↗Seifenblase  fig. · ↗Windei  fig. · ↗Luftnummer  ugs. · vox et praeterea nihil  geh., lat.
  • (ein) hoffnungsloser Fall (sein) · (jemand ist) nicht zu retten · (jemandem ist) nicht zu helfen
  • (es) wird nichts aus · (jemandem/einer Sache) ist kein Erfolg beschieden · keinen Erfolg haben (mit) · nicht zum Erfolg führen · nichts bringen  ●  nicht klappen  ugs. · nicht zu Streich kommen (mit)  geh., veraltend
  • keine Wirkung zeigen · nicht verfangen (bei jemandem) · nicht ziehen (bei)
  • (nicht die gewünschte) Wirkung haben (bei) · keine Wirkung zeigen · nicht verfangen (bei)  ●  (nicht) ziehen (bei)  ugs.
Synonymgruppe
(eine) (herbe) Niederlage erfahren · (eine) Niederlage einstecken (müssen) · (eine) Niederlage erleiden · (eine) Schlappe erleiden · (eine) Schlappe hinnehmen müssen · (sich) geschlagen geben müssen · ↗abgeschlagen (sein) · besiegt werden · geschlagen werden · ↗unterliegen · verlieren  ●  (eine) Niederlage kassieren  ugs. · (eine) Schlappe kassieren  ugs. · (sich) (eine) Klatsche holen  ugs. · ↗abkacken  derb · ↗abstinken  ugs. · auf einem der hinteren Plätze landen  ugs. · den Kürzeren ziehen  ugs.
Unterbegriffe
  • (eine) vernichtende Niederlage kassieren · krachend scheitern  ●  (sich) eine saftige Klatsche abholen  ugs., salopp
Assoziationen
  • krachende Niederlage  ●  ↗Klatsche  ugs.
  • (Gewinn) einstecken · ↗einheimsen · ↗einkassieren · ↗einnehmen · ↗einstreichen · ↗kassieren  ●  ↗(Geld) scheffeln  ugs. · Kasse machen  ugs. · ↗abräumen  ugs.
  • (einen) Misserfolg verzeichnen · (mit etwas) nicht durchkommen · Misserfolg erleiden · Misserfolg haben · ↗scheitern · schlecht abschneiden · ↗versagen  ●  (etwas) an die Wand fahren  fig. · Schiffbruch erleiden  fig. · (sich) eine blutige Nase holen  ugs., fig. · auf den Bauch fallen  ugs., fig. · auf die Fresse fallen  derb, fig. · auf die Nase fallen  ugs., fig. · auf die Schnauze fallen  derb, fig. · auf die Schnauze fliegen  derb, fig. · baden gehen (mit)  ugs., fig. · eine Bauchlandung hinlegen (mit etwas)  ugs., fig. · ↗floppen  ugs.
  • (seine) Niederlage akzeptieren · (seine) Niederlage einräumen · (seine) Niederlage mit Fassung tragen · (sich) fair verhalten (nach einer Niederlage) · angesichts der Niederlage Haltung bewahren  ●  (ein) guter Verlierer (sein)  Hauptform
Antonyme
  • verlieren
Synonymgruppe
(einer Sache) verlustig gehen · ↗verlegen · verlieren  ●  ↗verbaseln  ugs., regional · ↗verbummeln  ugs. · ↗verdusseln  ugs. · verklüngeln  ugs. · ↗verkramen  ugs. · ↗verschlampen  ugs. · ↗verschludern  ugs. · verschluren  ugs., rheinisch · ↗verschmeißen  ugs., bair. · ↗verschusseln  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemand) sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht (mehr) · (jemandem) fehlt der Blick aufs Ganze · (seine) Zeit verplempern mit · (sich) mit Nebensächlichkeiten aufhalten · (sich) nicht aufs Wesentliche konzentrieren · (sich) verlieren (in) · ↗(sich) verzetteln · nicht zum Wesentlichen kommen
Assoziationen
  • (sich) nicht (mehr) zurechtfinden · nicht durchblicken
  • (sich) in Details verlieren · ↗(sich) verzetteln · (zu) sehr in die Einzelheiten gehen · ↗abschweifen · den Überblick verlieren · nicht auf den Punkt kommen · nicht bei der Sache bleiben · unüberlegt drauflosreden · vom (eigentlichen) Thema abkommen · vom Hundertsten ins Tausendste kommen · von Punkt zu Punkt springen  ●  den Faden verlieren  fig. · vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen  ugs.
  • den Rahmen sprengen · zu viel werden · zu weit führen
Synonymgruppe
(jemandem) ausgetrieben werden · ↗vergehen · verlieren
Synonymgruppe
(Flüssigkeit) verlieren · ein Leck haben · ein Loch haben · ↗lecken · undicht sein  ●  ↗suppen  ugs., salopp
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktie Anschluß Arbeitsplatz Auge Bedeutung Boden Dollar Euro Geld Glaubwürdigkeit Job Kampf Kontrolle Krieg Lust Marktanteil Prozent Punkt Spiel Vertrauen Wahl Wert Wort er gewinnen mehr nicht sie wir Überblick

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verlieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als ich den dritten Brief öffnete, hatte ich die Lust bereits verloren.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 160
Zwar verdienen sie mit den Überraschungsgästen kein Geld, aber sie verlieren auch nichts.
Die Zeit, 28.02.1997, Nr. 10
Sicher hat er die Fähigkeit, seine Kunst auszuüben, längst verloren.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 157
Einen Druck des Werkes ließ er jedoch nicht zu, da er fürchtete, damit einen wertvollen Besitz zu verlieren.
Rubsamen, Walter H.: Standfuß. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1965], S. 45228
Schon haben wir fünfunddreißig Mann verloren - die meisten durch Hunger.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 30
Zitationshilfe
„verlieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verlieren>, abgerufen am 21.10.2019.

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