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vermaledeien

Grammatik Verb
Worttrennung ver-ma-le-dei-en
Wortzerlegung ver- maledeien
Wortbildung  mit ›vermaledeien‹ als Grundform: vermaledeit
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

veraltend verfluchen, verwünschen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

vermaledeien · maledeien
vermaledeien Vb. ‘verfluchen, verwünschen’, mhd. vermal(e)dīen, vermaledīgen, präfigierte Bildung (wohl in Anlehnung an verfluchen) neben seltenerem maledeien Vb. ‘(ver)fluchen, beschimpfen’, frühnhd. maldīen, entlehnt aus gleichbed. afrz. maudire, maldire (frz. maudire) oder direkt aus lat. maledīcere ‘lästern, schmähen, schimpfen’, kirchenlat. ‘verfluchen’; vgl. lat. male Adv. ‘schlecht, böse’ und lat. dīcere ‘sagen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
verdammen · verfluchen  ●  vermaledeien  veraltet

Verwendungsbeispiele für ›vermaledeien‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Wort vor allem, das vermaledeite, ist imstande, sie zu unterlaufen. [Die Zeit, 16.11.1990, Nr. 47]
Nach all den silberhochzeitsverdächtigen Jahren kann es ja gar nicht anders sein als verkorkst, verfahren, vermaledeit. [Die Welt, 29.01.2001]
Das Rezept hat sie hinterlassen, aber der Käsekuchen, der vermaledeite, will einfach nicht so schmecken wie bei ihr. [Süddeutsche Zeitung, 29.08.1998]
Die Terroristen brennen und morden als Vollstrecker des kommenden weltgeschichtlichen Gerichts über die in Grund und Boden vermaledeiten, unmenschlichen, bösen Verhältnisse. [Die Zeit, 09.12.1977, Nr. 50]
Doch Innenminister Ernst Strasser vom Koalitionspartner ÖVP vermaledeite diese »Hilfssheriffs oder gar Hilfsrambos", die Polizei mache ihre Arbeit gut. [Süddeutsche Zeitung, 16.05.2002]
Zitationshilfe
„vermaledeien“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vermaledeien>.

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