vermengen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-men-gen (computergeneriert)
Grundformmengen
Wortbildung mit ›vermengen‹ als Erstglied: ↗Vermengung
eWDG, 1977

Bedeutung

verschiedene Stoffe, Gegenstände, Sachverhalte (zu einem Gemenge) zusammenbringen
Beispiele:
sie hatte Mehl, Zucker und Butter gut miteinander vermengt
ein Berg von Briefen, Karten, Zetteln, Zeitschriften und Büchern lag vermengt mit Brotresten und Apfelschalen auf seinem Schreibtisch
sich vermengen
Beispiele:
in seiner Darstellung hat er Tatsachen und Phantastereien willkürlich vermengt
der Rauch ... vermengte sich mit dem Dunst, der über den Bergen und der Ebene lag [WelkMorgennebel12]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mengen · vermengen · Gemenge · mang
mengen Vb. ‘mischen’, ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. mengen, asächs. mengian, mnl. menghen, minghen, nl. mengen, afries. menga, aengl. mengan (dazu die Weiterbildung engl. to mingle) führen auf westgerm. *mangjan und sind vergleichbar mit griech. (ion.) mássein, (att.) máttein (μάσσειν, μάττειν, aus *mṇki̯-) ‘kneten, zubereiten’, aslaw. mękъkъ, russ. mjágkij (мягкий) ‘weich’, lit. mìnkyti ‘(Teig) kneten’, aslaw. mǫka, russ. muká (мука) ‘Mehl’. Erschließbar ist ie. *men(ə)k- ‘kneten, quetschen, weich’. vermengen Vb. ‘durcheinandermischen’, mhd. vermengen. Gemenge n. ‘Mischung, Durcheinander, Gewühl’, mhd. gemenge. mang Präp. (nordd. umgangssprachlich) ‘unter, zwischen’, mnd. manc; vgl. asächs. an gimang Adv. ‘dazwischen, darunter, zusammen’, aengl. ongemang, ongemong Adv. ‘darunter, inzwischen’, Präp. ‘unter, zwischen’ (engl. among), mnd. gemanc Adv. und Präp., zu asächs. gimang ‘Menge, Schar, Haufen, Gesellschaft’, mhd. gemanc ‘Gemenge, Vermischung’, aengl. gemang ‘Mischung, Menge, Schar, Versammlung’. Heute umgangssprachlich auch mittenmang Adv. ‘dazwischen, inmitten, mitten darunter’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) verbreiten · (sich) vermengen · ↗(sich) vermischen · ↗ausströmen · ↗diffundieren · ↗dispergieren
Synonymgruppe
anrühren · durcheinanderwürfeln · ↗durchmengen · ↗durchmischen · ↗durchrühren · ↗einrühren · ↗konfundieren · ↗mischen · ↗mixen · ↗untermischen · vermengen · ↗vermischen · vermixen · ↗verquicken · ↗verquirlen · ↗verrühren · ↗verschneiden  ●  ↗panschen  ugs. · ↗pantschen  ugs. · ↗vermanschen  ugs. · ↗verwursten  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(alles miteinander) gleichsetzen · ↗(fälschlich) gleichsetzen · (miteinander) vermengen · ↗(miteinander) vermischen · ↗(zu stark) verallgemeinern · ↗pauschalisieren · undifferenziert betrachten · über denselben Leisten schlagen · über einen Leisten schlagen  ●  ↗durcheinanderwerfen  ugs. · in einen Topf werfen  ugs., fig. · über einen Kamm scheren  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apfel Backpulver Brei Butter Essig Fiktion Gemisch Geruch Journalismus Mehl Melange Mixtur Olivenöl Petersilie Pfeffer Salz Sand Schüssel Speichel Teig Zement Zitronensaft Zucker Zutat Zwiebel abschmecken miteinander vermischen verrühren würzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vermengen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diesmal lagen, vier Meter tief in der Erde, Knochen verschiedener ausgestorbener Tiere vermengt mit zugeschnittenen Steinen.
Die Zeit, 02.10.1952, Nr. 40
Hat einer seiner Gegner das beklagenswerte menschliche Los mit der politischen Beurteilung vermengt?
Tucholsky, Kurt: Erzberger und Helfferich. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1924], S. 24632
Die Butter mit dem restlichen Mehl vermengen und zu einer Platte formen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 219
Der Kalk wurde trocken gelöscht, mit Sand vermengt, aber erst beim Vermauern angerührt.
o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 12106
Das hatte nicht nur den Zweck, sie innig mit Benzindämpfen zu vermengen.
Benz, Carl Friedrich: Lebensfahrt eines deutschen Erfinders, Die Erfindung des Automobils, Erinnerungen eines Achtzigjährigen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 8223
Zitationshilfe
„vermengen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vermengen>, abgerufen am 15.12.2019.

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