vermieten

GrammatikVerb · vermietete, hat vermietet
Worttrennungver-mie-ten
Wortbildung mit ›vermieten‹ als Erstglied: ↗Vermieter · ↗Vermietung · ↗vermietbar
 ·  mit ›vermieten‹ als Letztglied: ↗Autovermietung · ↗Weitervermietung · ↗Wohnungsvermieter · ↗Wohnungsvermietung · ↗Zimmervermietung · ↗abvermieten · ↗untervermieten · ↗weitervermieten
eWDG, 1977

Bedeutung

jmdm. etw., besonders Wohnraum, gegen Entgelt zum Gebrauch überlassen
Beispiel:
jmdm. ein Zimmer, eine Wohnung, einen Wagen vermieten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Miete1 · mieten · vermieten · Mieter · Vermieter · Untermieter · Mietshaus
Miete1 f. ‘Entgelt für die zeitweilige Überlassung einer Wohnung, eines Gegenstandes’, seltener ‘zeitweilige Übernahme’, ahd. mieta ‘Lohn, Geschenk’ (8. Jh.), mhd. miet(e) ‘Lohn, Belohnung, Vergeltung, Begabung, Beschenkung, Bestechung’, asächs. mēda, mnd. mēde, aengl. mēd, engl. (poetisch) meed führen (mit Verlust der Spirans und Ersatzdehnung) ebenso wie (mit erhaltener oder in r übergegangener alter stimmhafter Spirans vor stimmhaftem Konsonanten) got. mizdō, aengl. meord auf germ. *mizdō f. und mit griech. misthós (μισθός) ‘Lohn, Sold, Miete, Belohnung, Tagelohn’, aind. miḍhám ‘Streit, Wettkampf, Gewinn, Lohn’, aslaw. mьzda ‘Lohn’, russ. (älter) mzda (мзда) ‘Lohn, Entgelt, Belohnung’ auf ie. *mizdho-, *mizdhā ‘Lohn, Sold’. (Die germ. Feminina sind allerdings zum Teil in die Deklination der n-Stämme übergetreten.) mieten Vb. ‘etw. gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung übernehmen, jmdn. für Dienstleistungen gegen Bezahlung engagieren’, ahd. mieten ‘dingen, jmdm. Geld geben’ (9. Jh.), mhd. mieten ‘(be)lohnen, beschenken, dingen, für einen Zins in Besitz nehmen, erkaufen, bestechen’. vermieten Vb. ‘gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung überlassen’, ahd. firmieten (9./10. Jh.), mhd. vermieten. Mieter m. ‘wer gegen Bezahlung etw. zeitweilig benutzt, besonders eine Wohnung’, mhd. mietære; Vermieter m. (17. Jh.); Untermieter m. (19. Jh.). Mietshaus n. ‘gemietetes Haus’ (16. Jh.), ‘Haus, dessen Wohnungen vermietet werden’ (18. Jh.).

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
(Schiff/Flugzeug) verchartern · in Bestand geben · in Pacht geben · ↗untervermieten · vermieten · ↗verpachten · ↗überlassen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apartment Appartement Bürofläche Büroraum Eigentümer Etage Feriengast Ferienhaus Ferienwohnung Fertigstellung Fläche Gebäude Gewerbefläche Gewerberaum Immobilie Laden Ladenfläche Objekt Qm Quadratmeter Räumlichkeit Werbefläche Wohnung Zimmer sanieren stundenweise untervermieten verkaufen verpachten weitervermieten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vermieten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deshalb bleibt nichts anderes übrig, als das Haus zu vermieten.
Bild, 25.04.2003
Um dabei einen guten Schnitt zu machen, müssen sie die Häuser zuerst vermieten.
Der Tagesspiegel, 11.01.1997
Sie hatte stets an Studenten vermietet und war an derlei Überrumpelungen gewöhnt.
Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 65
So wurde sein geräumiges Zimmer gründlich renoviert und schnell vermietet.
Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 131
Dann, nein, dann wurde das Haus vermietet und später verkauft.
Rinser, Luise: Mitte des Lebens, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1952 [1950], S. 56
Zitationshilfe
„vermieten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vermieten>, abgerufen am 26.08.2019.

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