vermieten

Grammatik Verb · vermietet, vermietete, hat vermietet
Aussprache 
Worttrennung ver-mie-ten
Wortbildung  mit ›vermieten‹ als Erstglied: Vermieter · Vermietung · vermietbar
 ·  mit ›vermieten‹ als Letztglied: Weitervermietung · Wohnungsvermietung · Zimmervermietung · abvermieten · untervermieten · weitervermieten
eWDG

Bedeutung

jmdm. etw., besonders Wohnraum, gegen Entgelt zum Gebrauch überlassen
Beispiel:
jmdm. ein Zimmer, eine Wohnung, einen Wagen vermieten
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Miete1 · mieten · vermieten · Mieter · Vermieter · Untermieter · Mietshaus
Miete1 f. ‘Entgelt für die zeitweilige Überlassung einer Wohnung, eines Gegenstandes’, seltener ‘zeitweilige Übernahme’, ahd. mieta ‘Lohn, Geschenk’ (8. Jh.), mhd. miet(e) ‘Lohn, Belohnung, Vergeltung, Begabung, Beschenkung, Bestechung’, asächs. mēda, mnd. mēde, aengl. mēd, engl. (poetisch) meed führen (mit Verlust der Spirans und Ersatzdehnung) ebenso wie (mit erhaltener oder in r übergegangener alter stimmhafter Spirans vor stimmhaftem Konsonanten) got. mizdō, aengl. meord auf germ. *mizdō f. und mit griech. misthós (μισθός) ‘Lohn, Sold, Miete, Belohnung, Tagelohn’, aind. miḍhám ‘Streit, Wettkampf, Gewinn, Lohn’, aslaw. mьzda ‘Lohn’, russ. (älter) mzda (мзда) ‘Lohn, Entgelt, Belohnung’ auf ie. *mizdho-, *mizdhā ‘Lohn, Sold’. (Die germ. Feminina sind allerdings zum Teil in die Deklination der n-Stämme übergetreten.) mieten Vb. ‘etw. gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung übernehmen, jmdn. für Dienstleistungen gegen Bezahlung engagieren’, ahd. mieten ‘dingen, jmdm. Geld geben’ (9. Jh.), mhd. mieten ‘(be)lohnen, beschenken, dingen, für einen Zins in Besitz nehmen, erkaufen, bestechen’. vermieten Vb. ‘gegen Bezahlung zur zeitweiligen Benutzung überlassen’, ahd. firmieten (9./10. Jh.), mhd. vermieten. Mieter m. ‘wer gegen Bezahlung etw. zeitweilig benutzt, besonders eine Wohnung’, mhd. mietære; Vermieter m. (17. Jh.); Untermieter m. (19. Jh.). Mietshaus n. ‘gemietetes Haus’ (16. Jh.), ‘Haus, dessen Wohnungen vermietet werden’ (18. Jh.).

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
(Schiff/Flugzeug) verchartern · in Bestand geben · in Pacht geben · untervermieten · vermieten · verpachten · überlassen

Typische Verbindungen zu ›vermieten‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vermieten‹.

Verwendungsbeispiele für ›vermieten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die möblierten Zimmer würden höchstens auf drei Monate, häufig noch auf kürzere Zeit vermietet. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 05.03.1907]
Ihr ganzes Leben verbrachte sie in diesem Haus, einen Teil hat sie jetzt vermietet. [Die Zeit, 22.06.2013, Nr. 22]
Stundenweise können Sie die Zimmer doch sicher viel teurer vermieten. [Die Zeit, 19.05.2012, Nr. 20]
Vermietet wurde die Villa gerade mal für 350.000 Euro pro Jahr. [Die Zeit, 30.01.2012, Nr. 05]
Sie hatte stets an Studenten vermietet und war an derlei Überrumpelungen gewöhnt. [Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 65]
Zitationshilfe
„vermieten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vermieten>.

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