verordnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-ord-nen (computergeneriert)
Grundformordnen
Wortbildung mit ›verordnen‹ als Erstglied: ↗Verordnung  ·  formal verwandt mit: ↗Bezirksverordnete · ↗Stadtverordnete
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
der Arzt verordnet jmdm. etw.der Arzt verschreibt jmdm. etw.
Beispiele:
der Arzt hat ihm Bestrahlungen, eine Brille, Kur, Massagen, Medikamente, Umschläge verordnet
er verordnet diese Tabletten seit zehn Jahren
die verordnete Kost, Bettruhe einhalten
2.
veraltend etw. amtlich, offiziell, behördlich festsetzen, anordnen, verfügen
Beispiel:
der Rat des Bezirkes hat verordnet, dass ...

Thesaurus

Synonymgruppe
(Medizin) verordnen · Rezept ausstellen · ↗verschreiben
Assoziationen
Synonymgruppe
(über etwas) befinden · ↗anordnen · ↗anweisen · ↗aufzwingen · ↗bestimmen · ↗diktieren · ↗entscheiden · ↗festlegen · ↗regeln · ↗veranlassen · ↗verfügen · verordnen · ↗vorgeben · ↗vorschreiben  ●  ↗(jemandem etwas) verpassen  ugs. · das letzte Wort haben  ugs., auch figurativ
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arznei Arzneimittel Arzt Auszeit Bettruhe Dekret Denkpause Diät Hausarzt Heilmittel Kassenarzt Kur Medikament Nullrunde Pause Pille Präparat Radikalkur Roßkur Ruhe Ruhepause Schlankheitskur Schrumpfkur Sparkurs Sparprogramm Stillschweigen Therapie Verjüngungskur Wirkstoff Zwangspause

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verordnen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als Kind plagte ihn Asthma und der Arzt verordnete ihm daraufhin Sport.
Süddeutsche Zeitung, 09.04.2002
Wenn wir keine Reform zu Stande bringen, kriegen wir sie von oben verordnet.
Der Tagesspiegel, 14.02.2000
Also auch ein Eisenpräparat wollten die ängstlichen Männer nicht verordnen.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 72
In solchen Fällen wird der Arzt die entsprechenden Mittel verordnen.
Gerling, Reinhold: Was muß man vor der Ehe von der Ehe wissen? In: ders., Das große Aufklärungswerk für Braut- und Eheleute, Dresden: Buchversand Gutenberg 1933 [1901], S. 287
Ich glaube, ich war gesetzmäßig und vorschriftsmäßig selbst in dieser harten Zeit nicht in der Lage, überhaupt mehr zu verordnen.
o. A.: Einhundertzehnter Tag. Mittwoch, 17. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 6675
Zitationshilfe
„verordnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verordnen>, abgerufen am 20.05.2019.

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