verpatzen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-pat-zen (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

salopp etw. durch fehlerhafte Arbeit, falsches Handeln oder Verhalten völlig verderben, verpfuschen
Beispiele:
er hat das Werkstück verpatzt
die Schneiderin hat das Kostüm verpatzt
der Turner verpatzte seinen letzten Sprung
wenn du nicht angestrengt lernst, wirst du (dir) alles verpatzen
dein Wutausbruch hat uns den ganzen Abend verpatzt
eine verpatzte Möglichkeit, Gelegenheit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

patzen · verpatzen · Patzer
patzen Vb. ‘ungeschickt sein, schlecht, oberflächlich arbeiten, auf einem Musikinstrument unsauber, fehlerhaft spielen’ (19. Jh.); öst. auch ‘klecksen, sudeln’, neben Patzen m. ‘Klecks, Schmutzfleck’. Lautmalender Herkunft? Kaum dasselbe wie ↗Batzen m. ‘Klumpen’ (s. d.; doch vgl. dagegen ↗patzig) verpatzen Vb. ‘falsch machen, verderben, verpfuschen’; Patzer m. ‘kleiner Fehler; Stümper, Pfuscher’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
verbocken · ↗verderben · ↗verpfuschen  ●  ↗(etwas) verkacken  derb · ↗depravieren  geh. · ↗verhunzen  ugs. · ↗verkorksen  ugs. · ↗vermasseln  ugs. · ↗vermurksen  ugs. · verpatzen  ugs. · ↗versaubeuteln  ugs. · ↗versauen  derb · ↗versieben  ugs. · ↗verzapfen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abgang Auftakt Biathletin Bogey Boxenstopp Bundesligist Champion Champions-League-Duell Comeback Debüt Durchgang EM-Generalprobe Eisbär Europameisterschaft Generalprobe Heimpremiere Härtetest Kurzprogramm Kür Lauf Qualifikation Saisonauftakt Saisonstart Sprung Start Titelverteidiger VfB gründlich total zurückfallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verpatzen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber auch auf dem Felde der Kultur haben wir manche Chance verpatzt.
Die Welt, 30.04.2004
Die Gäste mussten sich jedoch nicht grollen, denn die SpVgg verpatzte eine noch bessere Chance.
Süddeutsche Zeitung, 29.01.2002
Aber er verpatzt bei jedem Take seinen Text und sagt 25.
Die Zeit, 11.09.1995, Nr. 37
Er hatte das Gefühl, ein völlig grundloses Gefühl, etwas versäumt oder verpatzt zu haben, was?
Born, Nicolas: Die Fälschung, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1980 [1979], S. 23
Wir mögen immer wieder vor unserm Lebensbilde stehen und mit Katzenjammer sehen, wie so vieles davon verpatzt ist.
Thoma, Hans: Im Winter des Lebens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 21877
Zitationshilfe
„verpatzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verpatzen>, abgerufen am 10.12.2019.

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