Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

verpfuschen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-pfu-schen
eWDG

Bedeutung

salopp etw. durch fehlerhafte, mangelhafte Arbeit verderben
Beispiel:
er hat das Werkstück, Jackett verpfuscht
übertragen
Beispiele:
durch sein Eingreifen hat er die ganze Sache verpfuscht
ein verpfuschtes Leben
eine verpfuschte Ehe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

pfuschen · verpfuschen · Pfuscher · Pfuscherei
pfuschen Vb. ‘unfachmännisch, unordentlich, flüchtig arbeiten’, zuvor ‘unberechtigt eine nicht zunftgemäß gelernte Arbeit verrichten’ (16. Jh.), landschaftlich (besonders omd. westd.) auch fuschen. Wahrscheinlich eine Bildung zu futsch (s. d.), landschaftlich auch pfu(t)sch, das lautmalend zur Charakterisierung einer schnellen, hastigen, schwirrenden oder zischenden Bewegung dient. – verpfuschen Vb. ‘(durch fehlerhafte Arbeit) verderben’ (18. Jh.). Pfuscher m. ‘wer ein Handwerk unberechtigt betreibt, wer oberflächlich, schlecht arbeitet, Stümper’, bereits gegen Ende des 14. Jhs., also früher als das Verb bezeugt, daher wohl unmittelbar zu pfu(t)sch gebildet. Pfuscherei f. ‘oberflächliche Tätigkeit, schlechte, liederliche Arbeit’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
verpfuschen  ●  (etwas) verkacken  derb · in den Sand setzen  ugs., fig. · in den Teich setzen  ugs., fig. · verbocken  ugs. · vergeigen  ugs. · verhauen  ugs. · verhunzen  ugs. · verkorksen  ugs. · vermasseln  ugs. · vermurksen  ugs. · verpatzen  ugs. · versaubeuteln  ugs. · versauen  derb · versemmeln  ugs. · versieben  ugs. · verzapfen  ugs.
Assoziationen
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›verpfuschen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verpfuschen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verpfuschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich war kurz davor, ernsthaft abzurutschen, mein Leben zu verpfuschen. [Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 79]
Bei mir ist das Leben verpfuscht, bei mir ist es das Ende. [Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 809]
Wenn wir ein unerreichbares Ziel anstreben, werden wir nur alles verpfuschen. [Die Zeit, 18.11.1977, Nr. 47]
Ihr Leben war verpfuscht, das stand für sie am Ende fest. [Der Tagesspiegel, 02.04.2004]
Sie haben sie schonungslos, engstirnig und geschmacklos kastriert, beschnitten, verstümmelt, verpfuscht oder von einem brutalen Tier verpfuschen lassen. [Die Zeit, 02.07.2001, Nr. 27]
Zitationshilfe
„verpfuschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verpfuschen>.

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