verprassen

GrammatikVerb · verprasste, hat verprasst
Aussprache
Worttrennungver-pras-sen (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend etw., besonders Geld, durch üppiges Leben verschwenden, vergeuden
Beispiel:
er hatte sein Hab und Gut in kurzer Zeit mit schnellen Autos verprasst
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prassen · verprassen · Prasser
prassen Vb. ‘in Saus und Braus leben, schlemmen, schwelgen, lärmend, prunkend sich bewegen, sich benehmen’, frühnhd. auch brassen, aus dem Nd. in die Literatursprache aufgenommen (um 1500). Mnd. mnl. nl. brassen ‘lärmen, schlemmen’ ist wohl mit mnd. brās, prass ‘Lärm, Saus und Braus, Pomp, Gepränge’ lautmalenden Ursprungs. In prassen (mit anlautendem p-) setzt sich die von Luther gebrauchte Form durch. verprassen Vb. ‘vergeuden, durchbringen’ (16. Jh.). Prasser m. (15. Jh.), mnd. brasser.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sein Geld) mit vollen Händen ausgeben · ↗vergeuden · verprassen · verschwenderisch umgehen (mit)  ●  (Das) Geld (mit beiden Händen) auf die Straße werfen  fig. · Geld aus dem Fenster werfen  fig. · ↗verschwenden  Hauptform · ↗(nur so) raushauen  ugs. · (sein Geld) unter die Leute bringen  ugs. · ↗aasen (mit)  ugs. · auf den Kopf hauen  ugs. · auf neureich machen  ugs. · ↗durchbringen (Vermögen)  ugs. · mit Geld (nur so) um sich werfen  ugs. · rumaasen mit  ugs., rheinisch · ↗urassen  ugs., österr. · ↗verballern  ugs. · ↗verbraten  ugs. · ↗verbuttern  ugs. · verjankern  ugs., österr. · ↗verjubeln  ugs. · ↗verjuxen  ugs. · ↗verläppern  ugs. · ↗verplempern  ugs. · verprotzen  ugs. · ↗verpulvern  ugs. · ↗verschleudern  ugs. · ↗vertun  ugs. · ↗verzocken  ugs. · ↗wegschmeißen  ugs. · ↗wegwerfen  ugs. · zum Fenster hinauswerfen  ugs. · zum Fenster rauswerfen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beute Erbe Geld Reichtum Reise Rente Rest Steuergeld Vermögen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verprassen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das knappe Geld lässt sich nicht mehr so leicht verprassen.
Süddeutsche Zeitung, 04.05.2000
Die werden ihn verstecken, und in fünf Jahren wird er seine Millionen verprassen können.
Die Zeit, 20.07.1990, Nr. 30
Dieser verpraßt sein Geld und ist berauscht von der Welt.
Alt, Franz: Liebe ist möglich, München: Piper 1985, S. 196
Wenn ich das umrechne, verprasse ich gerade mehr als hundert Ostmark.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 103
Man gibt es großzügig aus oder verleiht es ebenso großzügig, oder man verspielt es oder verpraßt es mit seinen Freunden.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 28
Zitationshilfe
„verprassen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verprassen>, abgerufen am 22.10.2019.

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