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verrammeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-ram-meln
Grundformrammeln
eWDG

Bedeutung

salopp etw., einen Eingang oder Durchgang fest und sicher versperren
Beispiele:
er verrammelte den Eingang zu seinem Hause, alle Türen und die Fenster
er hatte seine Wohnungstür mit Kisten und Koffern und Möbelstücken fest verrammelt
übertragen
Beispiel:
der Weg dazu ist ihm verrammelt, wie der Himmel der Hölle [ SchillerRäuberI 1]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rammeln · gerammelt · verrammeln · Rammler
rammeln Vb. ‘decken, sich paaren’ (besonders von Hasen, Kaninchen), ahd. rammalōn, remmilōn (11. Jh.), frühnhd. rammeln ‘bespringen, begatten’ (von Böcken), nl. rammelen, iterative Ableitung von dem unter Ramme (s. d.) aufgeführten, im Nhd. untergegangenen Substantiv ahd. ram(mo), mhd. ram, rammel ‘Widder, Bock’, daher eigentlich ‘widdern, bocken’. In frühnhd. Zeit wird rammeln auch zu ‘(sich) balgen, raufen’ abgeschwächt. Dagegen geht die Verwendung des Verbs im Sinne von ‘(ein)rammen’, auch ‘heftig rütteln, stoßen’, als Neubildung von Ramme (s. d., auch Rammel) aus. Dazu gerammelt Part.adj. in gerammelt voll ‘voll bis obenhin, bis zum Rand’ (nach kräftigem Rütteln und Aufstoßen bei der Füllung eines Gefäßes, 19. Jh.), verallgemeinert ‘übervoll’. verrammeln Vb. ‘durch Hindernisse den Weg versperren’ (um 1800). – Rammler m. ‘Schafbock, Männchen von Hase, Kaninchen’, spätmhd. rammeler, remler ‘Widder während der Brunstzeit’, nl. rammelaar ‘männliches Kaninchen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›verrammeln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verrammeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›verrammeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und dort werde ich mich verrammeln, damit niemand mich unterbrechen kann. [C’t, 1992, Nr. 8]
Viele Häuser sind mit Brettern verrammelt, die Läden sind leer und die Straßen nur notdürftig beleuchtet. [Die Zeit, 30.04.1976, Nr. 19]
Dort hatten die klugen Wirte jetzt wieder ihre Fenster mit Brettern verrammelt und wer es nicht getan hatte, bereut es heute. [Süddeutsche Zeitung, 04.05.1998]
Fünf Jahre später war die Union Station dicht, verrammelt mit Brettern. [Die Zeit, 24.05.1996, Nr. 22]
An nahezu allen anderen Häusern sind die Fenster verrammelt worden. [Die Zeit, 01.04.1988, Nr. 14]
Zitationshilfe
„verrammeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verrammeln>.

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