verrosten

GrammatikVerb · verrostete, ist verrostet
Aussprache
Worttrennungver-ros-ten
eWDG, 1977

Bedeutung

rostig werden, durch Rosten unbrauchbar werden
Beispiele:
du musst das Schloss ölen, damit es nicht verrostet
der Schraubenschlüssel ist verrostet
eine verrostete Feder
übertragen
Beispiel:
mit verrosteter (= rauer, knarrender) Stimme sprechen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rost2 · rosten · verrosten · rostig
Rost2 m. ‘rötlichbrauner Eisenbelag’, auch ‘Getreidebrand’ (braunrot färbende Pflanzenkrankheit durch Pilzbefall), ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. rost, mnd. rost, rust, mnl. nl. roest, aengl. rūst, schwed. rost (germ. *rusta-, aus *rudsta-) stellen sich wie lit. (landschaftlich) rùstas ‘hellbraun, bräunlich, dunkelblond’, aslaw. rъžda, russ. (älter) rža (ржа) ‘Rost’ als Bildungen mit to-Suffix (ie. *rudhto-) zu der unter ↗rot (s. d.) angeführten Wurzel ie. *reudh-, *roudh-, *rudh- ‘rot’, auf deren gedehnter Schwundstufe aengl. rūst, engl. rust beruht. Der Zersetzungsbelag auf Metall ist ebenso wie der (schon ahd. bezeugte) Getreidebrand nach seiner rötlichbraunen Farbe benannt. rosten Vb. ‘sich mit Rost überziehen’, ahd. rostēn oder rosten (10. Jh.), mhd. rosten, mnd. rosten, rusten, mnl. nl. roesten, schwed. rosta; hierzu die Präfixbildung verrosten Vb. mhd. verrosten. rostig Adj. ahd. rostag (um 1000), mhd. rostec, rostic.

Thesaurus

Synonymgruppe
einrosten · ↗korrodieren · ↗oxidieren · rosten · verrosten

Typische Verbindungen
computergeneriert

Geländer Gleis Hof Maschine Metall Schild Stacheldraht Stahlträger langsam verbeulen verbiegen verkalken verrotten verstauben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verrosten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Stangen sind verrostet, und viel Gras ist gewachsen auf dem Platz.
Süddeutsche Zeitung, 30.05.2001
Wenn man sich aber stundenlang in so etwas hineingesteigert hat, kann man wirklich körperlich spüren, wie es ist, zu verrosten.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 167
Dazu ist die Industrie zu verrostet und die Verwaltung zu träge.
Die Zeit, 13.12.1991, Nr. 51
Es ist erreicht, daß die Uhr irgendwo liegt und verrostet.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 3258
Die Saiten ihrer Zither verrosteten, das Lesen in den geliebten Büchern hatte ein Ende.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18566
Zitationshilfe
„verrosten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verrosten>, abgerufen am 23.10.2019.

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