verschönen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-schö-nen (computergeneriert)
Grundformschön
Wortbildung mit ›verschönen‹ als Erstglied: ↗Verschönung
eWDG, 1977

Bedeutung

etw. schön machen
Beispiele:
Grünanlagen und Parks verschönten die Stadt
sie hatten sich [Dativ] den Abend mit einer Flasche Wein verschönt
etw. verschönt etw.
Beispiel:
die Freude, ein Lächeln verschönte ihr Antlitz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schön · Schönheit · schönen · verschönen · verschönern · beschönigen · Schöngeist · schöngeistig · schöntun
schön Adj. ‘in jeder Hinsicht gut anzusehen, wohlgefällig, bewundernswert’, ahd. scōni ‘ansehnlich, glänzend, rein, herrlich, gut, angenehm’ (8. Jh.), mhd. schœn(e), auch ‘schonend, freundlich’, asächs. skōni, mnd. schȫn(e), mnl. scōne, nl. schoon, afries. skēne, aengl. scīene, scēne, engl. (poetisch) sheen, anord. (als zweites Kompositionsglied) -skjōni, got. skauns oder skauneis ‘anmutig’ (germ. *skauni-) ist ein mit dem Suffix ie. bzw. germ. -ni- gebildetes Verbaladjektiv zu der unter ↗schauen (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)keu- ‘worauf achten, beobachten, schauen’. Auszugehen ist von einer Bedeutung ‘sichtbar, anschaubar’, die sich zu ‘ansehnlich’ und ‘gut, angenehm’ (auch von Gehörseindrücken) weiterentwickelt. Der Bezug des Wortes auf den vom humanistischen Bildungsideal geprägten ästhetischen Bereich, vgl. Fügungen wie schöne Künste (frz. les beaux-arts), schöne Wissenschaften (frz. les belles-lettres), schöne Literatur, erfolgt im 18. Jh. Zum alten adverbiellen Gebrauch s. ↗schon. Schönheit f. ‘das Schönsein, das Schöne’, mhd. schœnheit, schōnheit ‘Herrlichkeit, Pracht, Zierde, Schmuck, Unterhaltung, Festlichkeit’. schönen Vb. vornehmlich fachsprachlich ‘Färbungen verbessern, Wein klären’ (19. Jh.); nur selten ‘schönmachen, verschönern’, ahd. scōnen (um 800), scōnōn (9. Jh.), mhd. schœnen ‘schönmachen, schmücken, verherrlichen’; dafür heute verschönen Vb. mhd. verschœ̄nen, oder verschönern Vb. ‘schöner machen’ (17. Jh.). beschönigen Vb. ‘etw. weniger schwerwiegend, günstig darstellen’ (18. Jh.), älter beschönen, mhd. beschœnen ‘schönmachen, entschuldigen, rechtfertigen’. Schöngeist m. ‘wer von den schönen Künsten begeistert ist’ (18. Jh.), nach frz. bel esprit, bald auch ironisch; älter schöner Geist (17. Jh.); dazu schöngeistig Adj. (Anfang 19. Jh.), schöngeistige Schriften (19. Jh.). schöntun Vb. ‘freundlich sein, schmeicheln’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abend Alltag Aufenthalt Bilanz Fest Garten Gesicht Leben Lächeln Wand beleben bereichern erleichtern erneuern verjüngen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verschönen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn er wiederkäme, würde er sicher die Stadt nicht wiedererkennen, so sehr habe ich sie verschönt.
Der Tagesspiegel, 03.07.2004
Alles ist farbenfroh verschönt; alles ist so unwirklich, so unwirklich es tatsächlich ist.
Die Zeit, 03.08.1984, Nr. 32
Weil das eigene Leben noch weit liegt, wird jede Ferne verschönt.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 31
Der Roman ist nicht negativ, wenn er nicht harmonisiert und verschönt, hier nicht und nirgends.
Rilla, Paul: Die Erzählerin Anna Seghers. In: Kaiser, Helmut (Hg.) Die Dichter des sozialistischen Humanismus, München: Dobbeck 1960, S. 85
Sie war um dreißig Jahre jünger als er und verschönte seinen Lebensabend.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 432
Zitationshilfe
„verschönen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verschönen>, abgerufen am 20.11.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Verschollenheit
verschollen
Verschnürung
verschnüren
verschnupfen
verschönern
Verschönerung
Verschönerungsarbeiten
Verschönerungskur
Verschönerungsrat