verschütten

GrammatikVerb · verschüttete, hat verschüttet
Aussprache
Worttrennungver-schüt-ten
Grundformschütten
Wortbildung mit ›verschütten‹ als Erstglied: ↗Verschüttung
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
etw. aus Versehen danebenschütten, danebengießen
Beispiele:
etw. beim Einschütten, Eingießen, Einschenken verschütten
Wein, Bier, Kaffee verschütten
er hatte etwas Suppe verschüttet
pass auf, dass du nichts verschüttest!
Der Fremde zahlt und verschüttet dabei ... einen Teil seiner Silber- und Kupfermünzen auf den Fußboden [MoloEin Deutscher450]
2.
etw. zuschütten, etw. mit etw. füllen, auffüllen
Beispiel:
einen Graben, den Brunnen, Schacht (mit Erde, Sand und Steinen) verschütten
etw. verschüttet etw., jmdn.etw. begräbt etw., jmdn. unter seinem Schutt
Beispiele:
ein Erdrutsch hatte den Hohlweg mit seinen Gesteinsmassen verschüttet
viele Bergleute waren bei dem Grubenunglück verschüttet worden
eine Lawine hatte die Straße, die Bergsteiger verschüttet

Thesaurus

Synonymgruppe
Flüssigkeit vergießen · verschütten  ●  ↗plempern  ugs. · splentern  ugs., norddeutsch · ↗verplempern  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(mit Material) auffüllen · ↗verfüllen · verschütten · vollschaufeln · ↗zuschaufeln · ↗zuschütten  ●  ↗vollmachen  ugs. · ↗zumachen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bergarbeiter Bergleute Brandbeschleuniger Einsturz Eislawine Erdemaß Erdrutsch Gasexplosion Geröll Gesteinsmaß Grubenunglück Kumpel Lawine Lawinenabgang Lawinenunglück Mure Schlammlawine Schneebrett Schneemaß Skifahren Skifahrer Snowboarder Steilküste Steilküstenabbruch Strandspaziergang Tourengeher Tropfen Trumm Weihnachtsfeiertag ertrinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verschütten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst nach dieser Zeit war alles so weit abgetragen, dass man mit Sicherheit sagen konnte, es sei niemand mehr verschüttet.
Der Tagesspiegel, 12.09.2001
Die größte Überlebenschance besteht darin, nicht ganz verschüttet zu werden.
Süddeutsche Zeitung, 11.02.1999
Als er in die Küche zurückkam, war Elke dabei, das verschüttete Öl in einem Glas zu sammeln.
Jentzsch, Kerstin: Ankunft der Pandora, München: Heyne 1997 [1996], S. 312
Ihre Quelle ist noch nicht verschüttet; sie sprudelt noch ursprünglich.
Alt, Franz: Liebe ist möglich, München: Piper 1985, S. 162
An dieser Stelle hätte er alles verschütten können, durch ein unangebrachtes Lächeln.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 140
Zitationshilfe
„verschütten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verschütten>, abgerufen am 13.12.2018.

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