verschlafen

Grammatik Verb · verschläft, verschlief, hat verschlafen
Aussprache 
Worttrennung ver-schla-fen
Wortzerlegung ver- schlafen
Wortbildung  mit ›verschlafen‹ als Grundform: verschlafen2
eWDG

Bedeutungen

1.
über einen bestimmten Zeitpunkt hinaus, zu lange schlafen
a)
Beispiele:
die Zeit (zum Aufstehen) verschlafen
ich habe (es) doch nicht etwa verschlafen?
stell den Wecker, damit du es nicht verschläfst
er hatte nur einmal verschlafen
b)
etw. durch (zu langes) Schlafen versäumen
Beispiel:
den Sonnenaufgang, das Frühstück, die Abreise, eine Verabredung verschlafen
umgangssprachlich, bildlich etw. durch Saumseligkeit versäumen, verpassen
Beispiele:
ich habe das Fernsehspiel verschlafen
er hatte völlig verschlafen (= vergessen), dass er uns besuchen wollte
2.
eine bestimmte Zeitdauer schlafend verbringen
Beispiele:
er verschlief die Nachmittage
den Vormittag auf der Veranda verschlafen
die weitere Fahrt verschlief ich
3.
etw. durch Schlafen beseitigen
Beispiele:
seine Kopfschmerzen, seinen Kummer verschlafen
seinen Rausch verschlafen (= ausschlafen)

Typische Verbindungen zu ›verschlafen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verschlafen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verschlafen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Montag führte mein erster Weg in den noch morgendlich verschlafenen Palast. [Die Zeit, 13.11.2000, Nr. 46]
Für einen auf lieb anarchische Art verschlafenen Verlag müßte das kein Schaden sein. [Die Zeit, 14.01.1985, Nr. 02]
Er mochte das Tageslicht eigentlich nicht, er verschlief den Tag. [Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 423]
Aber zunächst verschlafen wir jede Nacht acht bis neun Stunden. [Schwenk, Hans: Gesünder wohnen, München: König Verlag 1972, S. 11]
Also zieht Coca Cola nun in die zuletzt arg verschlafene Stadt. [Süddeutsche Zeitung, 07.12.2002]
Zitationshilfe
„verschlafen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verschlafen#1>.

Weitere Informationen …

verschlafen

Grammatik partizipiales Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ver-schla-fen
Grundformverschlafen1
Wortbildung  mit ›verschlafen‹ als Grundform: Verschlafenheit
eWDG

Bedeutung

noch mit den Kennzeichen des Schlafes behaftet
Beispiel:
sie hatte ganz verschlafene Augen, ein verschlafenes Gesicht
schlaftrunken, schläfrig
Beispiele:
brummig und verschlafen tappte er in der Küche umher
er fragte mit verschlafener Stimme, was denn los sei
ein verschlafener Pförtner öffnete auf unser Läuten
er machte ständig einen verschlafenen (= unausgeschlafenen, langweiligen) Eindruck
Die Siebenschläfer sind ebenso verfressen wie verschlafen (= sie schlafen gern und viel) [ R. GerlachVierfüßler190]
übertragen
Beispiel:
ein verschlafenes (= sehr ruhiges, ödes, langweiliges) kleines Städtchen

Typische Verbindungen zu ›verschlafen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verschlafen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verschlafen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Montag führte mein erster Weg in den noch morgendlich verschlafenen Palast. [Die Zeit, 13.11.2000, Nr. 46]
Für einen auf lieb anarchische Art verschlafenen Verlag müßte das kein Schaden sein. [Die Zeit, 14.01.1985, Nr. 02]
Er mochte das Tageslicht eigentlich nicht, er verschlief den Tag. [Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 423]
Aber zunächst verschlafen wir jede Nacht acht bis neun Stunden. [Schwenk, Hans: Gesünder wohnen, München: König Verlag 1972, S. 11]
Also zieht Coca Cola nun in die zuletzt arg verschlafene Stadt. [Süddeutsche Zeitung, 07.12.2002]
Zitationshilfe
„verschlafen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verschlafen#2>.

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