verschlampen

GrammatikVerb · verschlampte, ist/hat verschlampt
Aussprache
Worttrennungver-schlam-pen (computergeneriert)
Grundformschlampen
Wortbildung mit ›verschlampen‹ als Erstglied: ↗Verschlampung
eWDG, 1977

Bedeutung

salopp, abwertend
1.
mit Hilfsverb ›ist‹
verwahrlosen, verkommen, liederlich, unordentlich werden
Beispiele:
nach dem Tode seiner Frau verschlampte seine Wirtschaft immer mehr
ein völlig verschlampter Kerl
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. durch Nachlässigkeit verlieren, verlegen
Beispiel:
er hat seinen Personalausweis schon wieder verschlampt

Thesaurus

Synonymgruppe
(einer Sache) verlustig gehen · ↗verlegen · ↗verlieren  ●  ↗verbaseln  ugs., regional · ↗verbummeln  ugs. · ↗verdusseln  ugs. · verklüngeln  ugs. · ↗verkramen  ugs. · verschlampen  ugs. · ↗verschludern  ugs. · verschluren  ugs., rheinisch · ↗verschmeißen  ugs., bair. · ↗verschusseln  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Sozialfall werden · abgewirtschaftet haben · sozial absteigen · ↗verelenden · ↗vergammeln · ↗verkommen · ↗verlottern · ↗verwahrlosen  ●  ↗herunterkommen (Person)  Hauptform · in der Gosse enden  fig. · in der Gosse landen  fig. · tief sinken  fig. · unter die Räder kommen  fig. · auf den Hund kommen  ugs. · ganz unten ankommen  ugs., fig. · ↗herumsumpfen  ugs. · ↗runterkommen  ugs. · ↗versacken  ugs. · verschlampen  ugs. · ↗versumpfen  ugs., fig.
Assoziationen
  • abfallen · ↗absinken · ↗abstürzen · ↗fallen · ↗niedergehen
  • ganz unten ankommen · ↗verelenden · völlig verwahrlosen · zugrunde gehen  ●  auf den Hund kommen  sprichwörtlich · vor die Hunde gehen  sprichwörtlich
  • sich gehen lassen · sich hängen lassen · sich vernachlässigen
  • abgleiten  ●  (den) Halt verlieren  fig. · ↗abdriften  fig. · ↗abrutschen  fig. · aus der Spur geraten  fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akte Dokument Staatsanwaltschaft verschleppen verzögern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verschlampen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da ist in den vergangenen Jahren viel verschlampt worden, gerade bei der Bahn.
Der Tagesspiegel, 05.09.1999
Ist es im Verlag oder in der Druckerei verschlampt worden?
Die Zeit, 26.04.1996, Nr. 18
Ganz schlimm ist es nur, wenn vernünftige und praktikable Wege bürokratisch verzögert, verschlampt oder gar verbaut werden.
Süddeutsche Zeitung, 23.02.1994
Sie verschlampen die Tugenden, die man braucht, um eine so komplizierte Gesellschaft wie die unsere aufrechtzuerhalten.
Der Spiegel, 15.11.1982
Häme ist nicht am Platz, aber das wehe Gefühl nach einem richtig ausgefüllten Lottozettel, den man verschlampt hat.
Die Welt, 13.05.2000
Zitationshilfe
„verschlampen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verschlampen>, abgerufen am 21.10.2019.

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