verschnupfen

GrammatikVerb (meist im Part. Prät.)
Worttrennungver-schnup-fen (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

verschnupft (= einen Schnupfen habend)
Beispiele:
infolge des regnerischen Wetters waren viele von uns verschnupft
sie hatte ein rotes verschnupftes Gesicht
umgangssprachlich, übertragen etw. verschnupft jmdn. (= etw. verärgert, kränkt jmdn., jmd. nimmt etw. übel)
Beispiele:
die Kritik an seiner Arbeit hatte ihn sehr verschnupft
seid vorsichtig bei ihm, er verschnupft leicht
verschnupft über sein Verhalten, verließ sie das Zimmer
das wird ihn sicher sehr verschnupfen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er sagt es verschnupft, allerdings nur, weil er erkältet ist.
Der Tagesspiegel, 15.03.2000
Und die Gäste auf der feinen Party rümpften verschnupft die Nase.
Bild, 16.09.1999
Wer sollte das seit dem Wort vom "unwidersprochen" verschnupften Daum besser wissen als Hoeneß?
Süddeutsche Zeitung, 29.01.2001
Noch mehr verschnupfte Frankreichs Faserproduzenten Nummer eins freilich eine andere Überraschung.
Die Zeit, 18.12.1970, Nr. 51
Die Annahme meines Antrags auf Beseitigung der Arbeitsbücher verschnupfte in den Kreisen der selbständigen Handwerker.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 3898
Zitationshilfe
„verschnupfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verschnupfen>, abgerufen am 15.12.2019.

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