verschroben

Grammatik partizipiales Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ver-schro-ben
Wortbildung  mit ›verschroben‹ als Grundform: Verschrobenheit
eWDG

Bedeutung

absonderlich, seltsam, schrullig, wunderlich
Beispiele:
eine etwas verschrobene alte Dame
verschrobene Ansichten haben
er war kein schlechter Kerl, nur durch und durch verworren und verschroben
seine Begründung erschien uns seltsam und verschroben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verschroben · Verschrobenheit
verschroben Part.adj. ‘verdreht, absonderlich, wunderlich’ (18. Jh.), zu verschrauben in dessen älterer Bedeutung ‘verkehrt, falsch schrauben, verdrehen’, das wie das zugehörige Simplex (s. schrauben) im Nd. und Md. stark flektierende Formen angenommen hat. Verschrobenheit f. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
eigenbrötlerisch · kauzig · sonderbar · unangepasst · verschroben · weltfremd · wunderlich
Assoziationen
Synonymgruppe
absonderlich · eigenartig · kauzig · merkwürdig · schrullenhaft · schrullig · schräg · seltsam · skurril · sonderbar · speziell · spinnert · spleenig · ungewöhnlich · urig · verschroben · wie man ihn nicht alle Tage trifft · wunderlich · überspannt  ●  abgedreht  ugs. · strange  ugs., engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›verschroben‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verschroben‹.

Verwendungsbeispiele für ›verschroben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieses Verhalten ist überdies nicht das Ergebnis eines verschrobenen Hanges.
o. A.: BÖRSE, AKTIE UND SPEKULATION IN DER VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE - EIN MARKT, WIE ER IM BUCHE STEHT. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1988]
Wo die Texte nämlich nicht absichtlich fragmentarisch sind, sind sie „dadaistisch“ verschroben.
Die Zeit, 04.06.1982, Nr. 23
Der Mann, der auf dem Wagen stand, gilt für verschroben, weil er sich nicht von seiner Stute trennen will und nun auch ihr Füllen aufzieht.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 0
Allerdings habe ich sein Urteil in manchen Dingen als befangen oder als verschroben ansehen müssen.
Fischer, Emil: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 12327
Ihre Kirche, die als verschrobene Sekte begann, ist heute eine geachtete Religionsgemeinschaft wie andere auch.
P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1978, Nr. 12
Zitationshilfe
„verschroben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verschroben>, abgerufen am 26.01.2022.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Verschriftung
Verschriftlichung
verschriftlichen
verschriften
verschreien
Verschrobenheit
verschroten
verschrotten
Verschrottung
verschrullt