verschulden

GrammatikVerb · verschuldete, hat/ist verschuldet
Aussprache
Worttrennungver-schul-den
Grundformschulden
Wortbildung mit ›verschulden‹ als Erstglied: ↗Verschuldung  ·  mit ›verschulden‹ als Letztglied: ↗mitverschulden  ·  mit ›verschulden‹ als Grundform: ↗Verschulden  ·  formal verwandt mit: ↗selbstverschuldet · ↗tiefverschuldet · ↗unverschuldet
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. verschuldendie Schuld an etw. (Üblem) haben, etw. (Übles) durch eigene Schuld verursachen
Beispiele:
einen Unfall verschulden
den Tod eines Menschen verschulden
dass er den Zug verpasste, die Prüfung nicht bestand, hatte er selbst verschuldet
ohne eigenes Verschulden in Schwierigkeiten geraten
2.
mit Hilfsverb ›ist‹
jmd. verschuldetjmd. gerät in finanzielle Schwierigkeiten, Schulden
Beispiele:
er gab zu viel Geld aus, nahm Darlehen auf und verschuldete so immer mehr
er war stark verschuldet
umgangssprachlich er war bis über den Hals, bis über beide Ohren verschuldet (= er war völlig verschuldet)
jmdm., an jmdn. verschuldet sein (= bei jmdm. Schulden haben)
ein verschuldeter Betrieb

Thesaurus

Synonymgruppe
(sein) Konto überziehen · (sich) verschulden · Schulden machen · in die roten Zahlen geraten · in die roten Zahlen kommen · über seine Verhältnisse leben  ●  in die Miesen kommen  ugs. · ins Minus kommen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausland Billion Elfer Elfmeter Fahrlässigkeit Foulelfmeter Gebietskörperschaft Gegentor Gegentreffer Gläubigerstaat Halskrause Haushalt Hauskauf Kapitalmarkt Kirch-Gruppe Kondition Konsument Milliarde Misere Notlage Ohr Privathaushalt Strafstoß Tod Unfall Unglück Verkehrsunfall längerfristig mitverschulden übermäßig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verschulden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Soweit konnte er seine Spieler in Schutz nehmen, was folgte, war aber selber verschuldet.
Süddeutsche Zeitung, 13.08.2002
Inzwischen sind sie hoch verschuldet, können ihre Angestellten nicht mehr bezahlen.
Der Tagesspiegel, 25.06.2000
Das übrige Leben ist belastet mit dem Bewußtsein, den Tod eines anderen verschuldet zu haben.
Spoerl, Alexander: Mit dem Auto auf Du, Berlin u. a.: Dt. Buchgemeinschaft 1961 [1953], S. 183
Er zahlte seinen Beamten die Gehälter nicht mehr und war seinen Großen tief verschuldet, die ihn ausgesogen hatten.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 19
Denn es sei nichts passiert, was wir nicht selbst verschuldet hätten.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 670
Zitationshilfe
„verschulden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verschulden>, abgerufen am 19.07.2019.

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