verschwenden

GrammatikVerb · verschwendete, hat verschwendet
Worttrennungver-schwen-den (computergeneriert)
Wortbildung mit ›verschwenden‹ als Erstglied: ↗VerschwenderVerschwendung
eWDG, 1977

Bedeutung

etw. unnütz, unnötig und sinnlos verbrauchen, vergeuden
Beispiele:
Geld verschwenden
er hat seinen Lohn an leichte Mädchen verschwendet
Brot, Kohlen, Zeit verschwenden
er verschwendet bei seinen Malerarbeiten immer zu viel Farbe
seine Kräfte, Fähigkeiten verschwenden
er hat viel Arbeit, Mühe an, auf diese Sache verschwendet (= für diese Sache aufgewandt, ohne Erfolg zu haben)
du verschwendest dein Mitleid an einen Unwürdigen
jedes weitere Wort an sie schien verschwendet (= nutz-, sinnlos)
er verschwendete keinen Blick an sie (= er blickte sie nicht an)
ich werde kein einziges Wort, keinen Gedanken mehr an diese Angelegenheit verschwenden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verschwenden · Verschwender · Verschwendung · verschwenderisch
verschwenden Vb. ‘unnötig verbrauchen, vergeuden’, ahd. firswenten (um 1000), mhd. verswenden ‘aufbrauchen, verzehren, vernichten, beseitigen’ ist Kausativum (eigentlich ‘verschwinden machen’) zu dem unter ↗verschwinden behandelten Verb (s. ↗schwinden). Daraus entwickelt sich im 15. Jh. ‘leichtsinnig und nutzlos vertun’, in gehobener Sprache auch ‘in überreicher Fülle austeilen, freigebig opfern, spenden’ (17. Jh.). Verschwender m. (15. Jh.). Verschwendung f. ‘unnötiger Verbrauch, Vergeudung’ (15. Jh.); vgl. ahd. firswentī f. ‘Vernichtung’ (11. Jh.). verschwenderisch Adj. ‘leichtsinnig, unbedacht beim Ausgeben (besonders von Geld), in großen Mengen vorhanden, üppig, überreich’ (Mitte 17. Jh.), älter verschwendig und verschwendisch (beide Ende 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sein Geld) mit vollen Händen ausgeben · ↗vergeuden · ↗verprassen · verschwenderisch umgehen (mit)  ●  (Das) Geld (mit beiden Händen) auf die Straße werfen  fig. · Geld aus dem Fenster werfen  fig. · verschwenden  Hauptform · ↗(nur so) raushauen  ugs. · (sein Geld) unter die Leute bringen  ugs. · ↗aasen (mit)  ugs. · auf den Kopf hauen  ugs. · auf neureich machen  ugs. · ↗durchbringen (Vermögen)  ugs. · mit Geld nur so um sich werfen  ugs. · rumaasen mit  ugs., rheinisch · ↗urassen  ugs., österr. · ↗verballern  ugs. · ↗verbraten  ugs. · ↗verbuttern  ugs. · verjankern  ugs., österr. · ↗verjubeln  ugs. · ↗verjuxen  ugs. · ↗verläppern  ugs. · ↗verplempern  ugs. · verprotzen  ugs. · ↗verpulvern  ugs. · ↗verschleudern  ugs. · ↗vertun  ugs. · ↗verzocken  ugs. · ↗wegschmeißen  ugs. · ↗wegwerfen  ugs. · zum Fenster hinauswerfen  ugs. · zum Fenster rauswerfen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) ganz hingeben · ↗(sich) verschenken (emphatisch) · (sich) verschwenden (emphatisch) · ↗(sich) verströmen (emphatisch)  ●  ↗(sich) vergeuden (an)  geh.
Assoziationen
  • (seinen) ehelichen Pflichten nachkommen · ↗(sich) lieben · Geschlechtsverkehr haben · Verkehr haben · intim werden (mit) · ↗verkehren  ●  Sex haben  Hauptform · den Beischlaf vollführen  Amtsdeutsch · ↗erkennen  biblisch · es kommt zum Geschlechtsverkehr  Amtsdeutsch · mit jemandem schlafen  verhüllend · (den) Lachs buttern  derb · (ein) Rohr verlegen  derb · (eine) Nummer schieben  ugs. · ↗(es) treiben (mit)  ugs. · ↗(jemanden) flachlegen  ugs. · ↗(jemanden) vernaschen  ugs. · Liebe machen  ugs. · Sex machen  ugs. · ↗begatten  fachspr. · ↗bimsen  derb · ↗bumsen  ugs. · einen wegstecken  ugs. · ↗ficken  vulg. · ↗kohabitieren  geh. · ↗koitieren  geh. · ↗kopulieren  fachspr. · ↗nageln  derb · ↗pimpern  derb · ↗poppen  ugs. · ↗pudern  ugs., österr. · ↗rammeln  ugs. · schnackseln  ugs. · ↗vögeln  ugs.
  • (jemandes) Drängen nachgeben  ●  (jemandem) zu Willen sein  geh., veraltet · (jemandes) Werben erliegen  geh., veraltend, floskelhaft

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufhören Begabung Beitragsgelder Energie Gedanken Geld Jugend Lebenszeit Milliardenbeträge Milliardenhöhe Millionenbeträge Millionensummen Mühe Ressourcen Rohstoffe Staatsgelder Steuergelder Steuermittel Talent Trinkwasser Unmengen Unsummen Zeit daran darauf nutzlos sinnlos soviel unnötig veruntreut

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verschwenden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Du verschwendest hier nur deine Zeit ", wollte er nicht mehr.
Süddeutsche Zeitung, 23.03.2000
Und mehr als rund eine Stunde täglich kann ich für dieses Hobby nicht verschwenden.
Der Tagesspiegel, 02.11.1999
Er hatte auch keine Ursache, daran vorerst viel Überlegung zu verschwenden.
Heuß, Alfred: Das Zeitalter der Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 20534
Dreißig Jahre habe er seine Kraft "an zahllose Opern italienischer Manier verschwendet", sagt er von sich selbst.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 22
Soll man die Ränder mit dem Spaten in Ordnung bringen und gute Zeit dabei verschwenden?
Strittmatter, Erwin: Pony Pedro, Berlin: Kinderbuchverl. 1959, S. 139
Zitationshilfe
„verschwenden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verschwenden>, abgerufen am 21.05.2018.

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