versenden

Grammatik Verb · versendet, versandte, hat versandt
Grammatik Verb · versendet, versendete, hat versendet
Aussprache 
Worttrennung ver-sen-den
Wortzerlegung ver-senden
Wortbildung  mit ›versenden‹ als Erstglied: ↗Versender · ↗Versendung  ·  mit ›versenden‹ als Grundform: ↗Versand
eWDG, 1977

Bedeutung

etw. durch Post oder Bahn an jmdn. senden
Beispiel:
Einladungen, Waren, einen Brief, das Paket versenden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

senden · Sender · Sendung · versenden · Versand
senden Vb. ‘gehen lassen, schicken’, ahd. senten (8. Jh.), mhd. senden, asächs. sendian, mnd. mnl. senden, nl. zenden, afries. senda, aengl. sendan, engl. to send, anord. senda, schwed. sända, got. sandjan ist Kausativum (germ. *sandijan ‘gehen oder reisen machen’) zu einem starken Verb germ. *senþnan, in ahd. aengl. sinnan ‘gehen, wandern, reisen’, s. ↗Gesinde und ↗sinnen. Mit den dort genannten germ. und außergerm. Formen ist es auf eine Wurzel ie. *sent- ‘eine Richtung nehmen, gehen’, übertragen ‘empfinden, wahrnehmen’ zurückführbar. Die Präteritalformen weisen Rückumlaut auf, der jedoch schon im Ahd. teilweise beseitigt wird (ahd. santa, vereinzelt sentita, gisant neben gisentit, mhd. nur sante, aber gesant neben gesendet, nhd. sandte neben sendete, gesandt neben gesendet). Diese Doppelformen wirken in neuerer Zeit insofern bedeutungsdifferenzierend, als für senden im Sinne von ‘ausstrahlen über Funk’ nur sendete, gesendet üblich ist. Sender m. ‘wer etw. schickt’ (15. Jh.), ‘Anlage zum Ausstrahlen von Licht-, Schall- und elektromagnetischen Wellen’ (Ende 19. Jh.). Sendung f. ‘das Schicken, das Geschickte’, ahd. sentunga ‘das Absenden’ (9. Jh.), mhd. sendunge, sandunge; seit dem 18. Jh. auch ‘Berufung, Auftrag, Mission’ und im 20. Jh. ‘das Ausstrahlen über einen Sender, das auf diese Weise Gesendete’. versenden Vb. ‘weg-, verschicken’, ahd. firsenten ‘ins Elend schicken, verbannen, aussenden’ (8. Jh.), mhd. versenden ‘aus-, wegsenden, in die Verbannung schicken’. Versand m. ‘das Versenden, Expedition’ (19. Jh., Kaufmannssprache).

Thesaurus

Synonymgruppe
verschicken · versenden  ●  ↗rausgehen  ugs. · rausschicken  ugs.

Typische Verbindungen zu ›versenden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›versenden‹.

Verwendungsbeispiele für ›versenden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Okay, haben wir gesagt, dann versenden wir die Ware halt nicht mehr.
Süddeutsche Zeitung, 22.07.2003
Falls das Kind ein zuvor definiertes Gebiet verlasse, versende das Gerät automatisch eine SMS an eine zuvor eingestellte Nummer.
Der Tagesspiegel, 03.10.2001
Erst dann wird der Samen in besonderen Anlagen getrocknet und in alle Welt versandt.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 120
Die Sortimentsbuchhandlungen versenden die neuangekommenen Werke an ihre ständigen Kunden.
Mitteilungen des Vereins Deutscher Reklamefachleute, 1915, Nr. 11
Ich versandte noch an demselben Abend meine Erklärung mit der Bitte um Unterschriften an die Presse.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 1306
Zitationshilfe
„versenden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/versenden>, abgerufen am 25.09.2020.

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