versetzen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-set-zen
Grundformsetzen
Wortbildung mit ›versetzen‹ als Erstglied: ↗Versetzung  ·  mit ›versetzen‹ als Letztglied: ↗hineinversetzen · ↗strafversetzen · ↗zurückversetzen · ↗zwangsversetzen
 ·  mit ›versetzen‹ als Grundform: ↗Versatz  ·  formal verwandt mit: ↗bergeversetzend
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
etw. in bestimmter Weise anbringen, einsetzen
Beispiele:
Mauersteine, Pflastersteine, Kacheln versetzen (= verlegen)
bei dieser Bauweise werden ganze Zimmerwände von wenigen Arbeitern in kurzer Zeit versetzt (= eingebaut)
die verschiedenfarbigen Steine, Bretter des Parkettbodens wurden schachbrettartig gegeneinander versetzt (= ausgelegt)
bei diesem Strickmuster müssen die Maschen jeder neuen Reihe versetzt (= um eine Masche verschoben) gearbeitet werden
die Fenster waren mit roten und blauen Gläsern versetzt (= ausgestattet) worden
2.
etw., jmdn. an eine andere Stelle, einen anderen Ort bringen, setzen, umsetzen
a)
Beispiele:
eine Mauer, den Grenzstein versetzen
die Haltestelle ist um 20 Meter versetzt worden
ich muss mir die Knöpfe an meinem Jackett noch versetzen lassen
weil er schlecht hören konnte, hatte ihn der Lehrer nach vorn versetzt
als er die Augen wieder aufschlug, sah, fand er sich plötzlich in eine andere Umgebung, fremde Gesellschaft versetzt
sprichwörtlich der Glaube kann Berge versetzen (= kann das Unmögliche möglich machen)
b)
etw. umpflanzen
Beispiele:
er versetzte seine Rosen
ein versetzter Baum, Strauch
c)
jmdn. zur Übernahme einer Tätigkeit, Aufgabe, Arbeit an einen anderen Ort entsenden, schicken
Beispiele:
er wurde aus, von B nach R versetzt
nach seinem Unfall wurde er zu leichteren Arbeiten ins Büro versetzt
einen Lehrer an eine neue Schule versetzen
er wollte sich versetzen lassen
er ist versetzt worden
d)
einen Schüler in die nächsthöhere Klasse aufrücken lassen
Beispiele:
es war fraglich, ob er versetzt werden könne
er ist versetzt worden
3.
nur im Part. Prät.
Beispiel:
versetzte (= angestaute) Blähungen
4.
mit einem Subst.
in abgeblasster Bedeutung; dient zur Umschreibung eines Verbalbegriffs
a)
jmdm. etw. beibringen, zufügen, geben
Beispiele:
jmdm. einen Fußtritt, Tritt versetzen (= jmdn. treten)
jmdm. einen Hieb, Schlag versetzen (= jmdn. schlagen)
umgangssprachlich jmdm. einen Klaps versetzen (= jmdn. schlagen)
jmdm. eine Ohrfeige versetzen (= jmdn. ohrfeigen)
jmdm. einen Stoß versetzen (= jmdn. stoßen)
umgangssprachlich jmdm. den Rest versetzen (= jmdm. in einer unangenehmen Lage etw. zufügen, das ihn zugrunde richtet)
salopp jmdm. eins versetzen (= jmdm. einen Hieb, Schlag beibringen)
einem Tier den Gnadenstoß versetzen
Da werden wir ... der staunenden Verwandtschaft gleich zwei Überraschungen versetzen [WeiskopfAbschied v. Frieden1,497]
b)
jmdn., sich, etw. in eine besondere, neue Lage, einen veränderten Zustand bringen
Beispiele:
jmdn. in den Ruhestand versetzen (= jmdn. pensionieren, berenten)
etw. in Bewegung, Rotation, Schwingung versetzen (= veranlassen, dass etw. in Bewegung, Rotation, Schwingung gerät)
sein Gewinn versetzte ihn in die Lage (= ermöglichte ihm), seine Schulden zu bezahlen
c)
in Wendungen, die einen Gemütszustand betreffen
Beispiele:
jmdn. in Angst und Schrecken versetzen (= jmdn. ängstigen, erschrecken)
die plötzliche Dunkelheit versetzte sie, ihr Herz in Angst
die Nachricht hatte uns alle in Aufregung, Erregung versetzt (= hatte uns alle aufgeregt, erregt)
jmdn. in Begeisterung versetzen (= jmdn. begeistern)
jmdn. in Eifersucht versetzen (= jmdn. eifersüchtig machen)
jmdn. in Erstaunen versetzen (= jmdn. erstaunen)
das versetzte ihn in Unruhe (= machte ihn unruhig)
seine Ungezogenheiten versetzten sie in Wut (= machten sie wütend)
der Erfolg hatte ihn in gute Laune, Stimmung versetzt
5.
sich in etw., jmdn. hineindenken
Beispiele:
wir müssen uns in die Gedankengänge eines Kindes versetzen, wenn wir es richtig verstehen wollen
er konnte sich gut in den Zustand eines Prüflings versetzen
versetzen Sie sich einmal in meine Lage, in mich!
versetzen wir uns einmal in die Zeit vor 100 Jahren
6.
etw. (auf der Pfandleihe) verpfänden
Beispiele:
seinen Schmuck, seine goldene Uhr versetzen
er wollte den Ring wieder einlösen, den er vor Jahresfrist versetzt hatte
etw. verkaufen
Beispiele:
er hatte das Diebesgut versetzt und den Erlös vertrunken
bevor sie umzogen, versetzten sie ihren gesamten Hausrat
7.
umgangssprachlich jmdn. an einem verabredeten Treffpunkt vergeblich warten lassen, ein Treffen, eine Verabredung nicht einhalten
Beispiele:
sie hat ihn noch nie versetzt
er fürchtete, dass sie ihn versetzen (= verlassen) wolle
8.
etw. mit etw. vermischen, einer Sache etw. beimischen
Beispiele:
er setzte uns einen scharfen Schnaps vor, den er mit allerlei Gewürzen versetzt hatte
Wein mit Wasser versetzen
bildlich
Beispiel:
Es waren Räubergeschichten, sentimental versetzt und durchwirkt mit Sonntagsschulerinnerungen [H. KantAula93]
9.
etw. antworten, erwidern, entgegnen
Beispiele:
er versetzte hastig, er habe keine Zeit mehr
»allerdings«, versetzte er zustimmend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

setzen · gesetzt · Setzer · Setzling · absetzen · Absatz · Absetzung · aufsetzen · Aufsatz · aussetzen · beisetzen · Beisetzung · besetzen · Besatz · Besatzung · durchsetzen1 · durchsetzen2 · einsetzen · Einsatz · ersetzen · Ersatz · nachsetzen · übersetzen1 · übersetzen2 · Übersetzung · umsetzen1 · umsetzen2 · Umsatz · untersetzen · Untersatz · untersetzt · versetzen · vorsetzen · Vorgesetzter · Vorsatz · zusetzen · Zusatz
setzen Vb. ‘sitzen machen’, reflexiv ‘sich auf einem Platz niederlassen’, auch ‘an einer bestimmten Stelle abstellen, einpflanzen, festlegen, bestimmen’, ahd. sezzen ‘ab-, aufstellen, festlegen’ (8. Jh.), mhd. setzen, auch ‘stellen, legen, erzählen, bestellen, bestimmen’, reflexiv ‘sich niederlassen’, asächs. settian, mnd. mnl. setten, nl. zetten, afries. setta, aengl. settan, engl. to set, anord. setja, schwed. sätta, got. satjan (germ. *satjan) sind Kausativa zu dem unter ↗sitzen (s. d.) behandelten Verb und verwandt mit den zur gleichen Wurzel gehörenden Kausativen air. adsuidi ‘schiebt auf, verzögert, hält auf’ und mit Dehnstufe aind. sādáyati ‘läßt niedersitzen’, aslaw. saditi, russ. sadít’ (садить) ‘setzen, pflanzen, anbauen’ sowie umgebildetem lit. sodìnti ‘setzen, pflanzen’. gesetzt Part.adj. ‘ernst, ruhig, besonnen, ausgeglichen, gesittet’, hervorgegangen (18. Jh.) aus dem Part. Prät. von durch Präfix verstärktem mhd. gesetzen ‘sich setzen machen, einrichten, beruhigen, stillen’. Setzer m. ‘Schriftsetzer’ (16. Jh.), ahd. sezzāri ‘Stifter, Ordner, Verfasser’ (10. Jh.), mhd. setzer ‘wer etw. setzt, Aufsteller, Taxator’. Setzling m. ‘zum Verpflanzen bestimmte junge Pflanze, junger, in einen Teich einzusetzender Fisch’, mhd. setzelinc. absetzen Vb. ‘des Amtes entheben, außer Funktion setzen, abtrennen, herunternehmen, abziehen, mindern, verkaufen, (sich) abheben’, mhd. abesetzen ‘des Amtes entheben, Bestehendes abschaffen, Personen abwerben, entwöhnen, herunternehmen, abziehen’; es setzt etw. ab ‘es gibt etw., es springt etw. dabei heraus’ (17. Jh.); Absatz m. ‘Unterbrechung, Abschnitt, Abstufung’ (15. Jh.), ‘Verkauf, Vertrieb’ (16. Jh., geläufig seit 2. Hälfte 18. Jh.), ‘Ablagerung’ (18. Jh.), spätmhd. abesaz ‘Minderung, Einschränkung, Amtsenthebung’; Absetzung f. ‘Entlassung, Herabsetzung’ (15. Jh.), mnd. afsettinge (14. Jh.). aufsetzen Vb. ‘auf den Kopf setzen, schriftlich formulieren’, ahd. ūfsezzen ‘auf etw. setzen, aufhängen’ (9. Jh.), mhd. ūfsetzen ‘aufladen, aufs Haupt setzen, zuerkennen, auferlegen, anordnen, einsetzen, feindselig behandeln, sich aufmachen’; Aufsatz m. ‘Aufbau, aufgesetzter Teil, kurze Abhandlung, Artikel’, mhd. ūfsaz ‘(Auferlegung von) Steuern, Festsetzung, Bestimmung, Vorsatz, Plan, Feindschaft’. aussetzen Vb. ‘festsetzen, zur Verfügung stellen, ins Freie setzen, unterbrechen, aufhören, beanstanden’, mhd. ūʒsetzen ‘absondern, entfernen, ausräumen, ausstatten, verpfänden, festsetzen, bestimmen’. beisetzen Vb. ‘neben anderes hinzusetzen, hinzufügen’ (15. Jh.), ‘begraben, bestatten’ (17. Jh.); Beisetzung f. ‘Bestattung, Hinzufügung’ (17. Jh.). besetzen Vb. ‘einen Platz belegen, eine Stelle vergeben, einnehmen, erobern, mit Truppen belegen’, ahd. bisezzen ‘einnehmen, bewachen’ (8. Jh.), mhd. besetzen ‘umstellen, umlagern, festsetzen, bestimmen, anklagen, in Beschlag nehmen’; Besatz m. ‘Besatzung’ (17. Jh.), ‘aufgenähte Bänder, Rüschen, Aufgesetztes’ (18. Jh.), jägersprachlich ‘Wildbestand’ (18. Jh.); Besatzung f. ‘besetzte Stellung, Festung’ (15. Jh.), ‘Truppen, die fremdes Staatsgebiet besetzt halten, Truppe einer Verteidigungsanlage, Schiffsmannschaft’ (16. Jh.). durchsetzen1 Vb. ‘mit etw. versehen, ausstatten, etw. miteinander vermischen, einer Masse beimengen’, mhd. durchsetzen ‘vollständig mit etw. besetzen, belegen, auslegen, zieren’; durchsetzen2 Vb. ‘sich hindurchbewegen’ (16. Jh.), ‘ein Vorhaben (gegen Widerstand) ausführen’ (17. Jh.). einsetzen Vb. ‘in etw. hineinsetzen, ernennen, wirksam werden lassen, beginnen’, ahd. insezzen ‘ins Grab legen, jmdn. mit etw. beladen’ (9. Jh.), mhd. īnsetzen ‘ein-, hineinsetzen, -legen, verpfänden’; Einsatz m. ‘das Einsetzen, das Eingesetzte, Beginn, Anstrengung, Bemühung, auswechselbarer Teil’, mhd. īn-, insaz ‘das Hineinsetzen, Hineingesetzte, Einsetzung’. ersetzen Vb. ‘auswechseln, als Ersatz dienen, vertreten, erneuern’, ahd. irsezzen ‘wiederherstellen’, auch (z. B. von Grütze) ‘ansetzen’ (8. Jh.), mhd. ersetzen ‘eine entstandene Lücke ausfüllen, ansetzen, anflicken, mit Gewürz versetzen, bereiten’; Ersatz m. ‘was als Erneuerung, Vertretung oder Wiederherstellung dient’ (18. Jh.), älter ‘Strafe’ (15. Jh.). nachsetzen Vb. ‘hinterherjagen, verfolgen’ (16. Jh.), ‘später dazugeben, unterordnen, beifügen’ (15. Jh.). übersetzen1 Vb. ‘von einem Flußufer zum anderen fahren, bringen’, ahd. ubarsezzen ‘von einem Ort an einen anderen bringen’ (um 800), mhd. übersetzen ‘hinüberversetzen’; übersetzen2 Vb. ‘aus einer Sprache in eine andere übertragen, dolmetschen’ (17. Jh., vgl. bereits mnd. ōversetten, 15. Jh.), nach lat. trādūcere oder trānsferre; vgl. mhd. übersetzen ‘übermäßig besetzen, besteuern, schriftlich verfassen’; Übersetzung f. ‘Übertragung in eine andere Sprache’ (16. Jh.), in der Technik ‘Getriebeteil’ (um 1900); vgl. mhd. übersetzunge ‘Überordnung, Erhöhung’. umsetzen1 Vb. ‘umhegen, einfassen, umstellen, umzingeln’, ahd. umbisezzen ‘umschließen, umstellen’ (um 1000), spätmhd. umbesetzen; umsetzen2 Vb. ‘an einen anderen Ort bringen’ (14. Jh.), ‘umtauschen, verkaufen’ (17. Jh., vgl. mnd. ummesetten, um 1400), ‘in eine andere Form bringen’ (17. Jh., vorher bereits mnd.); Umsatz m. ‘Tausch, Kauf und Verkauf im Handel’ (Anfang 18. Jh., zuvor mnd. ummesat). untersetzen Vb. ‘daruntersetzen, unterlegen’, mhd. undersetzen; vgl. ahd. untarsezzen ‘unterwerfen, unterordnen’ (um 900); Untersatz m. ‘Unterlage’, mhd. undersaz; untersetzt Part.adj. ‘gedrungen, kräftig’ (16. Jh.), eigentlich wohl ‘mit Muskelfleisch unterlegt, fleischig’. versetzen Vb. ‘zusammenfügen, anordnen, an einen anderen Platz setzen, verrücken, zum Pfand geben, verkaufen, antworten, einen Schlag zufügen’ (eins versetzen, 17. Jh.), ahd. firsezzen ‘abwenden, aussetzen, verpflichten’ (9. Jh.), mhd. versetzen ‘hinsetzen, legen, als Bürgen stellen, verpfänden, beiseite setzen, verlieren, abwehren, parieren, versperren, aufstauen’. vorsetzen Vb. ‘weiter nach vorn setzen (in der Ordnung oder Reihenfolge), vor jmdn. hinsetzen, anbieten’, ahd. furisezzen (8. Jh.), mhd. vürsetzen; Vorgesetzter m. ‘Chef, Leiter’ (16. Jh.); vgl. ahd. foragisaztēr (9. Jh.), Übersetzung von lat. praepositus ‘Aufseher, Vorsteher’; Vorsatz m. ‘Vorhaben, Plan, Absicht’, mhd. vürsaz. zusetzen Vb. ‘hinzufügen, draufzahlen und damit verlieren, Reserven angreifen, jmdn. bedrängen’, ahd. zuosezzen ‘hinzufügen’ (8. Jh.), mhd. zuosetzen ‘hinzustellen, feindlich eindringen, verfolgen’; Zusatz m. ‘Hinzugefügtes, das Hinzufügen’, mhd. zuosaz, auch ‘Hilfstruppen, Besatzung, Beisitzer’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Schlag) versetzen · (derbe) vom Leder ziehen  ●  harte Geschütze auffahren  variabel, fig. · (es jemandem) so richtig geben  ugs. · (jemandem) einen einschütten  ugs. · ↗(kräftig) austeilen  ugs. · ↗abledern  ugs.
Assoziationen
  • der hat gesessen · erwischt! · gut gegeben! · touché!
  • (jemandem) (ordentlich) die Meinung sagen · (jemandem) gehörig Bescheid stoßen · es jemandem geben  ●  (jemandem) Bescheid sagen  fig. · ↗(jemandem) heimleuchten  veraltend · (jemandem) die Meinung geigen  ugs., fig.
  • (jemandem) die Leviten lesen · (jemandem) eine harte Rückmeldung geben · ↗(jemandem) heimleuchten · ↗ausschelten · ↗ausschimpfen · ↗ermahnen · ↗rüffeln · ↗rügen · scharf kritisieren · ↗schelten · ↗verwarnen · zur Ordnung rufen · ↗zurechtweisen  ●  (jemandem etwas) ins Stammbuch schreiben  fig. · (jemandem) einen Verweis erteilen  Amtsdeutsch · ↗tadeln  Hauptform · (jemandem) Bescheid stoßen  ugs. · (jemandem) aufs Dach steigen  ugs., fig. · (jemandem) den Arsch aufreißen  derb · (jemandem) den Kopf waschen  ugs., fig. · (jemandem) den Marsch blasen  ugs., veraltend · (jemandem) deutlich die Meinung sagen  ugs. · (jemandem) die Flötentöne beibringen  ugs., fig. · (jemandem) die Hammelbeine langziehen  ugs., fig. · (jemandem) die Meinung geigen  ugs. · (jemandem) die Schuhe aufpumpen  ugs., fig. · (jemandem) eine (deutliche) Ansage machen  ugs. · (jemandem) eine (dicke) Zigarre verpassen (möglicherweise veraltend)  ugs. · (jemandem) eins auf den Deckel geben  ugs. · (jemandem) zeigen, wo der Frosch die Locken hat  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo der Hammer hängt  ugs., fig. · (jemandem) zeigen, wo es langgeht  ugs., fig. · (jemanden) Mores lehren  geh. · (jemanden) auf Linie bringen  ugs. · (jemanden) auf Vordermann bringen  ugs. · (jemanden) frisch machen  ugs., fig. · ↗(jemanden) lang machen  ugs. · ↗(jemanden) zusammenfalten  ugs. · ↗(sich jemanden) vorknöpfen  ugs. · ↗abmahnen  fachspr., juristisch · admonieren  geh., veraltet · ↗zurechtstutzen  ugs., fig. · ↗zusammenstauchen  ugs., fig.
Synonymgruppe
(jemanden) verladen · ↗ausbleiben · im Stich lassen · ↗sitzen lassen · ↗sitzenlassen · versetzen
Assoziationen
  • (sich) fehl am Platz fühlen · (sich) fremd fühlen · (sich) nicht zugehörig fühlen · dumm dastehen · verloren herumstehen  ●  (rumhängen) wie ein Schluck Wasser in der Kurve  ugs. · blöd aus der Wäsche gucken  ugs. · blöd dastehen  ugs. · dastehen wie Pik Sieben  ugs. · dastehen wie bestellt und nicht abgeholt  ugs. · dumm aus der Wäsche gucken  ugs. · herumlaufen wie Falschgeld  ugs. · herumlaufen wie falsch Geld  ugs.
Synonymgruppe
als Pfand geben · in Pfand geben · ↗verpfänden · versetzen  ●  ↗belehnen  schweiz.
Synonymgruppe
rücken · ↗umsetzen · ↗umstellen · ↗verschieben · versetzen · ↗verstellen
Synonymgruppe
die Stelle wechseln lassen · einen anderen Posten geben · versetzen
Synonymgruppe
verschaukeln · versetzen  ●  ↗(einfach) hängenlassen  ugs. · ↗verladen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alarmbereitschaft Angst Aufregung Aufruhr Berg Dämpfer Ekstase Entzücken Erregung Erstaunen Koma Lage Panik Rage Ruhestand Schlag Schreck Schrecken Schwingung Staunen Stimmung Stoß Todesstoß Trance Tritt Unruhe Verzückung Zustand hineinversetzen zurückversetzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›versetzen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es schadet nicht, sich einmal in die Position des Käufers zu versetzen.
Die Welt, 17.05.2003
Das geht ins Geld, und bald sind alle Möbel versetzt.
Der Tagesspiegel, 01.06.2001
Beim Schreiben müssen wir uns in die Lage des Empfängers versetzen.
Goetz von Schüching, Ruth: Durch gute Lebensart zum Erfolg, Leipzig: Hesse & Becker 1932 [1925], S. 98
Dort gelang es ihm, einen der Ringe für 60 Mark zu versetzen.
Friedländer, Hugo: Ein Landgerichtsrat auf der Anklagebank. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1921], S. 4346
Sie irren sich wohl, versetzte ich, Sie meinen wohl 500 Mark.
Friedländer, Hugo: Ein Presse-Skandal. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 24780
Zitationshilfe
„versetzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/versetzen>, abgerufen am 20.04.2019.

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