Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

versnobt

Grammatik partizipiales Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ver-snobt
Grundformversnoben
eWDG

Bedeutung

abwertend in seiner Haltung, Einstellung völlig vom Snobismus bestimmt
Beispiele:
ein versnobtes Publikum, ein versnobter Intellektueller, Kunstliebhaber
eine versnobte (= absonderliche, ausgefallene) Mode

Thesaurus

Synonymgruppe
anmaßend · arrogant · eingebildet · hochmütig · hochnäsig · hält sich für sonst wen · sehr von sich (selbst) eingenommen · stolz · vermessen · versnobt · überheblich  ●  auf dem hohen Ross sitzen  fig., Redensart · dünkelhaft  veraltet · hoffärtig  veraltet · aufgeblasen  ugs. · blasiert  geh. · breitspurig  ugs. · die Nase hoch tragen  ugs., fig. · hybrid  geh. · kennt (auch) keine kleinen Leute mehr  ugs., scherzhaft-ironisch · sich (ganz) toll vorkommmen  ugs. · sich aufführen wie der Kaiser von China  ugs. · sich für (et)was Besonderes halten  ugs. · sich für (et)was Besseres halten  ugs. · sich für Gott weiß wen halten  ugs. · sich für den Größten halten  ugs., männl. · sich für die Größte halten  ugs., weibl.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›versnobt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wirkt ziemlich versnobt, aus gutem Hause, aber ohne Manieren. [Bild, 17.08.2001]
Ist er nun versnobt oder setzt er auf traditionelle Werte? [Süddeutsche Zeitung, 23.04.2002]
Jura‑Fakultäten haben den Ruf versnobt zu sein, hier ist das nicht der Fall. [Der Tagesspiegel, 10.04.2005]
Die noch vor kurzem genauso als versnobt und exklusiv verschriene Reiterei ist es beinahe schon geworden. [Die Zeit, 25.09.1959, Nr. 39]
Zudem leiden die Juweliere unter dem Ruf, versnobt und überteuert zu sein. [Süddeutsche Zeitung, 14.08.1998]
Zitationshilfe
„versnobt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/versnobt>.

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