verspüren

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-spü-ren
Grundform spüren
eWDG

Bedeutung

etw. wahrnehmen, spüren
a)
etw. durch die Sinne, körperlich wahrnehmen, spüren
Beispiele:
großen Hunger, Appetit, Durst, keine Müdigkeit verspüren
einen säuerlichen Geschmack im Munde verspüren
einen heftigen Stoß verspüren
er verspürt häufig Kopfschmerzen
wir verspürten, dass er noch atmete
umgangssprachlichkeine Menschenseele war zu verspüren (= niemand war da)
b)
etw. durch einen seelischen Vorgang, innerlich wahrnehmen, spüren
Beispiele:
eine leichte Freude, ein seltsames Glück, eine große Befriedigung, ein wenig Angst, Furcht darüber verspüren
ich verspüre keine Lust hierzubleiben
Reue, Skrupel über seine Tat hat er nie verspürt
sie verspürte eine unüberwindliche Abneigung gegen ihn
ein heftiges Verlangen nach etw. verspüren
er verspürte das Bedürfnis, den Wunsch, jetzt etwas zu unternehmen
c)
etw. durch Erfahrung und Beobachtung wahrnehmen, spüren
Beispiele:
einen Mangel an Arbeitskräften verspüren
aus seinen Berichten verspürt man den Geist echter Solidarität

Thesaurus

Psychologie
Synonymgruppe
empfinden · ↗fühlen · spüren · verspüren · ↗wahrnehmen
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • taktile Wahrnehmung
  • Fühlbarkeit · Taktilität
Psychologie
Synonymgruppe
empfinden · ↗fühlen · spüren · verspüren · ↗wahrnehmen

Typische Verbindungen zu ›verspüren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verspüren‹.

Verwendungsbeispiele für ›verspüren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Normalerweise kann man es den Köchen nicht nachweisen, man verspürt nur nachts einen ungewöhnlich starken Brand.
Süddeutsche Zeitung, 09.05.2003
Nach dem Essen fühle ich mich befriedigt und verspüre neue Energie.
Der Tagesspiegel, 19.04.2000
Sie hätten ein gemeinsames Schicksal, und dies verspüre keiner so wie sie beide.
Nr. 3: Gespräch Kohl mit Gorbatschow vom 13. Juni 1989. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 740
Nur verspürte man hier die Not nicht so stark wie in den Städten.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 28
Von einer tatsächlichen Wirkung dieser Verordnung haben wir aber nie etwas verspürt.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Zitationshilfe
„verspüren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/versp%C3%BCren>, abgerufen am 27.02.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
verspunden
verspult
versprühen
versprudeln
Verspruch
Versroman
verstaatlichen
Verstaatlichung
verstädtern
Verstädterung