verspielen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-spie-len (computergeneriert)
Grundformspielen
Wortbildung mit ›verspielen‹ als Erstglied: ↗Verspieler
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
etw. verlieren
a)
etw. beim Spiel, Glücksspiel verlieren
Beispiele:
diesmal habe ich verspielt
große Summen, ein Vermögen, den letzten Euro verspielen
b)
etw. durch eigenes Verschulden verlieren
Beispiel:
du hast die günstige Gelegenheit, deine Chance, dein Glück, deine Glaubwürdigkeit verspielt
2.
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
jmd. hat bei jmdm. verspielt (= hat Sympathie, Vertrauen verloren, verscherzt)
wenn nicht schnell Hilfe kommt, haben wir verspielt (= sind wir verloren)
3.
die Zeit mit Spielen verbringen
Beispiele:
in dieser Gegend habe ich die ersten Jahre meines Lebens sorglos verspielt
du hast gestern den ganzen Tag verspielt und nichts getan
4.
sich verspielenauf einem Musikinstrument einen falschen Ton, falsche Töne spielen
Beispiel:
er hat sich bei der Klaviersonate mehrmals verspielt

Thesaurus

Synonymgruppe
aus der Hand geben · nicht nutzen · ↗verschenken · verspielen · ↗vertun (Chance)

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ansehen Aufstieg Ausgangsposition Bonus Casino Champions League Chance Erbe Glaubwürdigkeit Gruppensieg Kapital Kasino Kredit Meisterschaft Qualifikation Renommee Reputation Ruf Siegchance Spieltag Sympathie Tabellenführung Titelchance Trumpf Vertrauen Vertrauenskapital Vertrauensvorschuß Vorsprung Zukunftschance leichtfertig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verspielen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Genau das aber scheint der Euro derzeit verspielt zu haben.
Die Welt, 29.02.2000
Andernfalls sei die Option auf eine Fusion auf mehrere Jahre verspielt.
Der Tagesspiegel, 08.09.1998
Er hatte kein Recht, mit seinem Schicksal auch das Schicksal des Volkes zu verspielen.
o. A.: Einhundertneunundfünfzigster Tag. Donnerstag, 20. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 11290
Der Herr des Hauses hatte sein ganzes Vermögen verspielt, und nun kam der in vielen Jahrhunderten angesammelte reiche Schmuck der Räume unter den Hammer.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 5115
Dort sollen an einem Abend viele Tausende verspielt worden sein.
Friedländer, Hugo: Der Klub der Harmlosen. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 15505
Zitationshilfe
„verspielen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verspielen>, abgerufen am 21.10.2019.

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