verstimmen

Grammatik Verb · verstimmt, verstimmte, ist/hat verstimmt
Aussprache 
Worttrennung ver-stim-men
Wortzerlegung  ver- stimmen
Wortbildung  mit ›verstimmen‹ als Erstglied: Verstimmung
eWDG

Bedeutungen

1.
von Musikinstrumenten   falsch klingen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
alte Klaviere verstimmen leicht in trockener, warmer Luft
der Flügel, die Geige ist, klingt verstimmt (= hat keinen reinen Klang mehr)
sich verstimmen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiel:
bei dieser feuchten Luft verstimmen sich die Saiten, haben sich die Instrumente schnell verstimmt
2.
jmdn. verstimmenjmdm. die gute Stimmung verderben, jmdn. verärgern, schlechtgelaunt machen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
du hast ihn mit deiner unfreundlichen Bemerkung verstimmt
meine Antwort, gute Laune schien ihn zu verstimmen
lass dich durch sein Gerede nicht verstimmen!
sprichwörtlichman merkt die Absicht, und man ist verstimmt
verstimmtverärgert, missgelaunt, missmutig
Grammatik: häufig im Partizip II
Beispiele:
sie gingen leicht, ernstlich verstimmt auseinander
das Publikum war über die Arroganz des Schauspielers verstimmt
einen verstimmten (= leicht verdorbenen) Magen haben

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) gegen sich aufbringen · aufregen · empören · entrüsten · erzürnen · in Harnisch bringen · in Wut versetzen · verstimmen · wütend machen · ärgern  ●  auf die Palme bringen  ugs., fig. · die Gemüter erhitzen  ugs. · zur Weißglut bringen  ugs., fig. · zur Weißglut treiben  ugs., fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›verstimmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verstimmen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verstimmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er spielt sich nicht auf, aber wenn ich ihn zu sehr vernachlässige, ist er verstimmt.
Der Tagesspiegel, 18.12.2004
Nach dem Empfang war das keine Frage mehr, denn so richtig verstimmt waren wie immer bloß jene, die man nicht geladen hatte.
Süddeutsche Zeitung, 07.07.2004
Nur wenn vom Baden die Rede war, zog er sich nach wie vor verstimmt zurück.
Reventlow, Franziska Gräfin zu: Der Herr Fischötter. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1917], S. 10477
Er schien weder erfreut noch verstimmt darüber zu sein, daß er um sein gutes Werk gekommen war.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 303
Wenn die anderen einem schönen Mädchen den Hof machten, verstimmte es ihn, nicht mehr dabei, ausrangiert zu sein.
Keyserling, Eduard von: Beate und Mareile, Berlin: Fischer [1903], S. 36
Zitationshilfe
„verstimmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verstimmen>, abgerufen am 28.10.2021.

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