verstohlen

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungver-stoh-len (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

unbemerkt, unauffällig, heimlich
Beispiele:
einen verstohlenen Blick auf jmdn. werfen
er gab ihr ein verstohlenes Zeichen mit den Augen
sie sah ihn verstohlen von der Seite an
er sah verstohlen auf die Uhr
sich verstohlen umdrehen
sie wischte sich [Dativ] verstohlen die Tränen aus den Augen
jmdm. verstohlen die Hand drücken
verstohlen grinsen, lächeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verstohlen Part.adj. ‘unbemerkt, unauffällig, heimlich’, mhd. verstoln, zu ahd. firstelan (9. Jh.), mhd. versteln ‘stehlen, heimlich wegnehmen, geheimhalten, verheimlichen’, Präfixbildung zu dem unter ↗stehlen (s. d.) behandelten Verb.

Thesaurus

Synonymgruppe
geheim · ↗heimlich · in Geheimen · ↗okkult · ↗verborgen · ↗verhohlen · verstohlen
Assoziationen
Synonymgruppe
(möglichst) unauffällig · ↗heimlich · heimlich, still und leise · im Geheimen · im Stillen · im Verborgenen · in aller Stille · ↗insgeheim · ohne dass jemand das mitbekommt · ↗stillschweigend · ↗unbemerkt · ↗unbeobachtet · ↗verborgen · verdeckt · ↗versteckt · verstohlen  ●  hinter vorgehaltener Hand  fig. · im Hintergrund  fig. · in den Hinterzimmern  fig. · unter der Hand  fig. · unterm Tisch  fig. · bei Nacht und Nebel  ugs., fig. · ↗klammheimlich  ugs. · stickum  ugs. · stieke  ugs., veraltend, berlinerisch · ↗stiekum  ugs. · still und leise  ugs. · ↗ungesehen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Berührung Bewunderung Blick Grinsen Gähnen Kuß Lächeln Seitenblick Träne abwischen aufblicken blicken grinsen gucken gähnen hinüberschauen hinübersehen kichern linsen lugen mustern reiben schielen schleichen umblicken umschauen umsehen wischen zustecken zuzwinkern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verstohlen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fünf Minuten lang applaudierten die Gäste, manch einer wischte sich verstohlen eine Träne ab.
Die Welt, 25.04.2002
Die Männer an den Tischen blicken nur verstohlen zu ihm.
Süddeutsche Zeitung, 05.02.1994
Und sie gingen genauso verstohlen wieder weg, wie sie gekommen waren.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 471
So weidete ich im verstohlenen mein Herz an dem lieben Bilde.
Spitteler, Carl: Imago, Jena: Diederichs 1910 [1910], S. 20
Sie stäubten ihren gefürchteten Chef diensteifrig ab und blickten dabei mit verstohlener Frage zu ihm auf.
Heyking, Elisabeth von: Tschun. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1914], S. 8523
Zitationshilfe
„verstohlen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verstohlen>, abgerufen am 16.10.2019.

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