verteuern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungver-teu-ern (computergeneriert)
Grundformteuer
Wortbildung mit ›verteuern‹ als Erstglied: ↗Verteuerung · ↗Verteurung
eWDG, 1977

Bedeutung

etw. teurer machen, den Preis für etw. heraufsetzen
Gegenwort zu verbilligen
Beispiele:
hohe Transportkosten verteuern die Preise
Zölle verteuern die Importwaren
sich verteuern
teurer werden
Beispiele:
die Lebenshaltung hat sich in den letzten Jahren in vielen Ländern verteuert
eine verteuerte Ware
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

teuer · Teuerung · beteuern · verteuern
teuer Adj. ‘hoch im Preis, viel Geld kostend, lieb, wert, hochgeschätzt’, ahd. tiuri ‘wertvoll, kostbar, lieb, angesehen, hochgeschätzt’ (um 800), mhd. tiur(e), (md.) tūr(e), tūwer, auch ‘von hohem Wert, einen hohen Preis kostend, herrlich, vortrefflich, ausgezeichnet, vornehm’, asächs. diuri ‘teuer, lieb’, mnd. dǖr(e) ‘teuer, kostbar, herrlich, ausgezeichnet’, mnl. diere, dūre ‘kostbar, teuer, wert, lieb, hervorragend, ausgezeichnet, selten, knapp’, nl. duur ‘kostbar, teuer’, aengl. dēore (dazu aengl. dēorling, engl. darling ‘Liebling’), (westsächs.) dīere ‘teuer, kostbar, edel’, engl. dear ‘teuer, lieb, kostspielig’, anord. dȳrr, schwed. dän. dyr ‘teuer, kostbar’ (germ. *diuri-). Schon früh wird aus dem Germ. gleichbed. finn. tyyris entlehnt. Für die mit ↗dauern ‘leid tun, Mitleid erregen’ (s. d.) verwandten, nur dem Got. fehlenden Adjektivformen gibt es keine gesicherten außergerm. Anknüpfungen. Teuerung f. ‘das Teurerwerden, Preisanstieg’, spätmhd. tiurunge ‘bestimmter Wert, Preis, Teuerung’. beteuern Vb. ‘feierlich, hoch und teuer versichern’ (Anfang 17. Jh.); doch vgl. frühnhd. beteurung ‘Beteuerung’ (15. Jh.). Dem heutigen Verb formal entsprechendes mhd. betiuren weist eine andere Semantik auf (‘zu kostbar dünken, leid tun’), s. ↗bedauern. Heutiges beteuern schließt sich in seiner Bedeutungsentwicklung eher an das Simplex ahd. mhd. tiuren ‘wertvoll machen, für wertvoll erklären’ an. verteuern Vb. ‘teurer machen, den Preis heraufsetzen’, reflexiv ‘teurer werden’, mhd. vertiuren ‘teuer machen’; vgl. mnd. vordǖren, mnl. verdieren, verdūren.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Preise) anheben · ↗(Preise) erhöhen · verteuern
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) verteuern · ↗anziehen (Preis) · im Preis steigen · ↗steigen (Preis) · teurer werden
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktie Anteilsschein Ausfuhr Autofahren Barrel Benzin Cent Dollar Einfuhr Energieverbrauch Euro Export Feinunze Heizöl Import Importe Jahresfrist Kraftstoff Lebenshaltung Liter Nahrungsmittel Papiere Pfennig Refinanzierung Rohstoff Rohöl um verbilligen zeitweise Öl

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verteuern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Öl verteuerte sich zwischenzeitlich, nachdem die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) eine Reduzierung der Ölproduktion beschlossen hatte.
Die Welt, 11.12.2004
Importe werden sich weiter verteuern, die Inflation droht zu galoppieren.
Bild, 08.09.1998
Aber das verteuert die Anlage, weil es konsequent durchgeführt werden muß.
Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 164
Das wird zwar kritisiert, weil es die Produktion verteuert, aber ob sich daran künftig etwas ändern wird, erscheint fraglich.
Zimmermann, Hartmut (Hg.): DDR-Handbuch - A. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1985], S. 853
Es war gänzlich schmucklos, weil Schmuck verteuerte, ohne zu verschönern.
Penzoldt, Ernst: Die Powenzbande, Darmstadt: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1960 [1930], S. 64
Zitationshilfe
„verteuern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verteuern>, abgerufen am 20.10.2019.

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