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vertikal

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungver-ti-kal
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›vertikal‹ als Erstglied: ↗Vertikalebene · ↗Vertikalgalvanometer · ↗Vertikalismus · ↗vertikalisieren
eWDG, 1977

Bedeutung

senkrecht
Gegenwort zu horizontal
Beispiele:
die vertikale Startrichtung der Rakete
Verschiebungen in der vertikalen Schichtung
DDR, Wirtschaft, übertragen eine vertikale Kooperation verschiedenartiger Betriebebetriebliche Kooperation mehrerer aufeinanderfolgender Stufen in der Produktion
Beispiel:
die sogenannte vertikale Kooperation, das Zusammenwachsen von Land- und Nahrungsgüterwirtschaft [Urania1972]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

vertikal · Vertikale
vertikal Adj. ‘senkrecht, lotrecht’, entlehnt (Ende 17. Jh.) aus gleichbed. spätlat. verticālis, einer Ableitung von lat. vertex (Genitiv verticis) ‘Wirbel, Scheitel, Spitze, Gipfel, Höhe’; zu lat. vertere (versum) ‘kehren, wenden, drehen’. Zunächst fachsprachlich (Astronomie, Geometrie, Geologie), seit der 1. Hälfte des 19. Jhs. auch allgemein (Gegensatz horizontal). Vertikale f. ‘senkrecht verlaufende Linie’ (1. Hälfte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
in der Vertikale(n) · vertikal  ●  exakt senkrecht  ugs. · im Lot  fachspr., Hauptform · ↗lotrecht  fachspr.
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Achse Austastlücke Balken Blickrichtung Druckrichtung Erdkilometer Finanzausgleich Gewaltenteilung Gliederung Integration Konvergenz Konvergenzfehler Linearität Preisbindung Schichtung Sicherheitsabstand Silo Steuergerechtigkeit Strahlrücklauf Streife Symmetrieebene Verlustausgleich Wettbewerbsbeschränkung angeordnet axial diagonal gegliedert horizontal integriert verlaufend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vertikal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einem durch vertikale Seile markierten Geviert bewegen sie sich mit abgezirkelten Bewegungen.
Der Tagesspiegel, 25.08.2003
Es wandelt den freien Fall in einen vertikalen Flug um.
Bild, 19.06.2000
Neben den rotierenden Flächen beschäftigten ihn die vertikalen Flächen farbiger Harmonie, seit 1902 vorbereitet.
o. A.: Lexikon der Kunst - K. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 25695
Damit in Zusammenhang steht ein ausgeprägter Sinn für ununterbrochene vertikale Linien.
Lehmann, A.: Kirchenbau. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 25538
Wir sehen nicht eine braune vertikale glänzende Fläche, sondern etwa den Kleiderschrank.
Mach, Ernst: Erkenntnis und Irrtum. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1905], S. 9630
Zitationshilfe
„vertikal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vertikal>, abgerufen am 24.08.2019.

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