verulken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-ul-ken
Wortbildung  mit ›verulken‹ als Erstglied: Verulkung
eWDG

Bedeutung

jmdn., etw. verulkensich über jmdn., etw. lustig machen, jmdn., etw. verspotten
Beispiele:
die Gewohnheiten eines Kleinbürgers verulken
willst du mich (damit) verulken?
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ulk · ulken · verulken · ulkig
Ulk m. ‘lärmender Spaß, lustiger Unfug’, seit dem 17. Jh. bezeugtes, in nd. und md. Mundarten heimisches, dann durch die Studentensprache im 19. Jh. im oben angeführten Sinne bekannt gewordenes Substantiv, vgl. mnd. ulk ‘Lärm, Unruhe, Händel’. Es ist, wie vielleicht auch norw. (mundartlich) alka ‘Händel anfangen’, schwed. (mundartlich) ulka ‘girren, keifen’, eine Bildung lautnachahmenden Ursprungs. ulken Vb. ‘Ulk machen, spaßen’, verulken Vb. ‘verspotten, veralbern’ (beide 19. Jh.). ulkig Adj. ‘spaßig, komisch, lustig, seltsam’ (2. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) aufziehen (mit) · (jemanden) hochnehmen (mit) · (jemanden) veralbern · (jemanden) verulken · (seine) Späße treiben (mit)
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›verulken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man rauft sich, man zupft sich, man verulkt sich gegenseitig.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 05.03.1921
Wegen dieses Titels wurde er vom Verwalter zwar oft genug verulkt.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Der Film verulkt Horror-Filme wie "Saw", in dem menschliche Beine abgesägt werden.
Bild, 19.04.2006
Er begnügte sich von da an, die bayrische Justiz mit einer gewissen träg bösartigen Jovialität zu verulken.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 103
Vor genau zehn Jahren hatte deren Herausgeber ihn als »rote Primadonna« verulkt.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 1909
Zitationshilfe
„verulken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verulken>, abgerufen am 27.10.2021.

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