verwachsen

Grammatik Verb · verwächst, verwuchs, ist/hat verwachsen
Aussprache 
Worttrennung ver-wach-sen
Wortzerlegung  ver- wachsen1
Wortbildung  mit ›verwachsen‹ als Grundform: verwachsen2
eWDG

Bedeutungen

1.
zuwachsen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
a)
Beispiele:
die Wunde, Narbe verwächst (= verheilt) schnell, leicht, schlecht, ist gut verwachsen
der Riss, Einschnitt in der Baumrinde verwächst allmählich
b)
durch Pflanzenwuchs schwer passierbar werden
Beispiele:
dieser Waldweg verwächst immer mehr
ein verwachsener Pfad
2.
zusammenwachsen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
bei der Landschildkröte sind die Zehen zu einem einheitlichen Fuß verwachsen
der gebrochene Knochen verwächst wieder gut
die Sträucher sind zu einem Dickicht verwachsen
mit etw. verwachsen
Beispiele:
das Zahnfleisch ist am Zahnhals fest mit dem Zahn verwachsen
miteinander verwachsene Büsche
übertragen
Beispiele:
diese Schulklasse ist zu einer festen Gemeinschaft verwachsen
mit jmdm., etw. verwachsen
sich mit jmdm., etw. eng verbinden
Beispiele:
er verwächst mehr und mehr mit seiner neuen Aufgabe
er ist mit seiner Familie, Arbeit fest, eng verwachsen
sich mit seiner Heimat, Umwelt verwachsen fühlen
das miteinander verwachsene Industrie‑ und Bankkapital der USA
3.
umgangssprachlich sich verwachsensich während des Wachstums ausgleichen, normalisieren
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiel:
so ein kleiner körperlicher Schaden verwächst sich bei einem Kind, verwächst sich schnell
4.
umgangssprachlich aus etw. herauswachsen, für etw. zu groß werden
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
der Junge hat seinen Mantel schon wieder verwachsen
ein verwachsener Anzug

Typische Verbindungen zu ›verwachsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verwachsen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verwachsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin auch in die Schule gegangen, wenn einer dort Probleme hatte, so ist alles miteinander verwachsen.
Süddeutsche Zeitung, 27.12.2002
Der russische Bauer hingegen ist mit seiner Erde verwachsen, er fährt nirgendwohin.
Die Zeit, 17.04.1992, Nr. 17
Sie waren erstarrt und schienen mit dem Fels verwachsen zu sein.
Dark, Jason [d.i. Rellergrad, Helmut]: Die Skelett-Vampire, Bergisch Gladbach: Bastei 1992 [1978], S. 54
Form, Melodie und Rhythmus sind stark ineinander verwachsene Begriffe; alle drei beruhen in der »Bewegung«, diese in der »Kraft«.
Wellek, Albert: Musikpsychologie. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 30870
Ihre Kinder waren seltsam verschieden, eine feine kluge Tochter, körperlich schwach und verwachsen, lebte bei der Mutter und besuchte uns manchmal.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7510
Zitationshilfe
„verwachsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verwachsen#1>, abgerufen am 17.10.2021.

Weitere Informationen …

verwachsen

Grammatik partizipiales Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ver-wach-sen
Grundform verwachsen1
eWDG

Bedeutung

krumm, schief gewachsen, verkrüppelt
Beispiele:
er ist ein bisschen verwachsen
ein verwachsener Mensch, Rücken
eine verwachsene Schulter
ein Verwachsener

Typische Verbindungen zu ›verwachsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verwachsen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verwachsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bin auch in die Schule gegangen, wenn einer dort Probleme hatte, so ist alles miteinander verwachsen.
Süddeutsche Zeitung, 27.12.2002
Der russische Bauer hingegen ist mit seiner Erde verwachsen, er fährt nirgendwohin.
Die Zeit, 17.04.1992, Nr. 17
Sie waren erstarrt und schienen mit dem Fels verwachsen zu sein.
Dark, Jason [d.i. Rellergrad, Helmut]: Die Skelett-Vampire, Bergisch Gladbach: Bastei 1992 [1978], S. 54
Form, Melodie und Rhythmus sind stark ineinander verwachsene Begriffe; alle drei beruhen in der »Bewegung«, diese in der »Kraft«.
Wellek, Albert: Musikpsychologie. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 30870
Ihre Kinder waren seltsam verschieden, eine feine kluge Tochter, körperlich schwach und verwachsen, lebte bei der Mutter und besuchte uns manchmal.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7510
Zitationshilfe
„verwachsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verwachsen#2>, abgerufen am 17.10.2021.

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