verweben

GrammatikVerb · verwebt, verwebte, hat verwebt
GrammatikVerb · verwebt, verwob, hat verwoben
Aussprache
Worttrennungver-we-ben
Wortzerlegungver-weben
Wortbildung mit ›verweben‹ als Grundform: ↗Verwobenheit
eWDG, 1977

Bedeutungen

etw. beim Weben verbrauchen
Beispiele:
(ein) Garn verweben
in diesem Tuch, Stoff wurde wollenes Garn verwebt, verwoben
etw. mit etw. verwebenetw. beim, durch Weben miteinander verbinden
Beispiel:
rote mit grünen Fäden verweben
etw. in etw. verwebenetw. in etw. hineinweben
Beispiel:
Goldfäden in eine Decke verweben
bildlich
Grammatik: Präsens ‘verwebt’, Präteritum ‘verwob’, mit Hilfsverb ‘hat’, Partizip II ‘verwoben’
Beispiel:
ineinander verwobene (= verflochtene) Schlinggewächse
sich in etw. verweben
Beispiel:
gehobensie verwob sich in ein Netz von Gedanken
übertragen
Grammatik: Präsens ‘verwebt’, Präteritum ‘verwob’, mit Hilfsverb ‘hat’, Partizip II ‘verwoben’
etw. mit etw. verwebenetw. mit etw. eng verbinden
Beispiele:
eng miteinander verwobene Vorhaben der landwirtschaftlichen Produktion
dichterischseine Kindheit war innig verwoben mit den Gassen seiner Heimatstadt
etw. in etw. verweben
Beispiel:
gehobener hat in seine Erzählung viele persönliche Erlebnisse verwoben
sich zu etw. verwebensich zu etw. zusammenfügen, sich zu etw. gestalten
Beispiel:
Erinnerung und Phantasie haben sich zu Sagen und Märchen verwoben [Sibylle1966]

Thesaurus

Synonymgruppe
verflechten · verweben (mit, zu)
Synonymgruppe
durchflechten · ↗durchwirken · verweben

Typische Verbindungen zu ›verweben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Biographie Erzählstrang Faden Familiengeschichte Faser Fiktion Filz Ganze Geflecht Gespinst Handlungsstrang Historie Klangteppich Lebensgeschichte Lebensweg Legende Mythe Schicksal Textur Zeitgeschichte geschickt hineinverweben ineinander kunstvoll miteinander spinnen untrennbar verflechten verknoten verspinnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verweben‹.

Verwendungsbeispiele für ›verweben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Kirche war Teil des sehr eng miteinander verwobenen Establishments.
Die Zeit, 11.08.2005, Nr. 33
Wenn ich heute produziere, will ich sehr darin verwoben sein, ich möchte es mit begründet, mit angeschoben haben.
Der Tagesspiegel, 09.02.1999
Lokale Künstler verwoben den Rokoko-Stil, der hier lange geübt wurde, mit ihren eigenen Erfahrungen.
o. A.: Lexikon der Kunst - G. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 1245
Welche Fülle allgemein kulturgeschichtlichen Zeitgeschehens in den ganzen Briefwechsel verwoben ist, läßt sich hier nur andeuten.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1937, S. 921
Nachts verfolgten mich die Geschichten, sie verwebten sich in meine Träume.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 6842
Zitationshilfe
„verweben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verweben>, abgerufen am 18.02.2020.

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