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verwegen

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ver-we-gen
Wortbildung  mit ›verwegen‹ als Grundform: Verwegenheit
eWDG

Bedeutung

kühn, tollkühn, wagemutig, draufgängerisch
Beispiele:
er sah verwegen aus
er schaute ihn verwegen und unternehmungslustig an
ein verwegener Bursche, Mensch, Gesicht
ein verwegener Plan, ein verwegenes Vorhaben
eine verwegene Tat, Jagd
forsch, keck
Beispiel:
sie hatte ihren Hut schräg und verwegen aufgesetzt, den Schal verwegen über die Schulter gelegt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verwegen · Verwegenheit
verwegen Part.adj. ‘kühn, draufgängerisch’, mhd. verwegen ‘frisch entschlossen, etw. aufs Spiel setzend’, zu mhd. sich verwegen ‘sich rasch wozu entschließen, sich fortbewegen, worauf verzichten’, einer präfigierten Bildung zu mhd. sich wegen ‘sich wohin bewegen, die Richtung wohin nehmen’, transitiv ‘in Bewegung setzen, wägen, schätzen’; zur Etymologie s. bewegen. Verwegenheit f. ‘(Toll)kühnheit, Dreistigkeit’, mhd. verwegenheit ‘Entschlossenheit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
draufgängerisch · risikobereit · risikofreudig · riskant · todesmutig · tolldreist · tollkühn · vermessen · verwegen · vor nichts zurückschrecken · waghalsig  ●  mit Todesverachtung  auch figurativ · Wer wagt, gewinnt.  ugs., Sprichwort · alles auf eine Karte setzen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) Risiko bergen · Risiken bergen · gefahrvoll · gefährlich · gewagt · kühn · leichtfertig · mit Risiken verbunden · mit einem Risiko verbunden · mit ungewissem Ausgang · nicht ungefährlich · risikobehaftet · riskant · selbstmörderisch · tollkühn · unbedacht · unsicher · verantwortungslos · verwegen · waghalsig  ●  auf dünnem Eis  ugs., fig. · heiß (Sache)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›verwegen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verwegen‹.

Verwendungsbeispiele für ›verwegen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit er jenen Satz in die Kamera sprach, gehört zu der verwegenen Drohung eine kleine Pause vor "anders". [Die Zeit, 16.07.1998, Nr. 30]
Er mag schüchtern wirken, vor verwegenen Fragen scheut er nicht zurück. [Die Zeit, 12.06.2012, Nr. 02]
In wenigen Jahren wird es geradezu verwegen sein, sich in einen reifen Mann zu verlieben. [Die Zeit, 14.09.2009, Nr. 37]
Ist es zu verwegen, bereits ein konkretes Ziel zu formulieren? [Die Zeit, 02.02.2009, Nr. 05]
Die Männer sahen verwegen aus, bärtig zum Teil, zum Teil mit eingeschlagenen Nasen und Narben. [Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 213]
Zitationshilfe
„verwegen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verwegen>.

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