verwegen

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungver-we-gen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›verwegen‹ als Grundform: ↗Verwegenheit
eWDG, 1977

Bedeutung

kühn, tollkühn, wagemutig, draufgängerisch
Beispiele:
er sah verwegen aus
er schaute ihn verwegen und unternehmungslustig an
ein verwegener Bursche, Mensch, Gesicht
ein verwegener Plan, ein verwegenes Vorhaben
eine verwegene Tat, Jagd
forsch, keck
Beispiel:
sie hatte ihren Hut schräg und verwegen aufgesetzt, den Schal verwegen über die Schulter gelegt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

verwegen · Verwegenheit
verwegen Part.adj. ‘kühn, draufgängerisch’, mhd. verwegen ‘frisch entschlossen, etw. aufs Spiel setzend’, zu mhd. sich verwegen ‘sich rasch wozu entschließen, sich fortbewegen, worauf verzichten’, einer präfigierten Bildung zu mhd. sich wegen ‘sich wohin bewegen, die Richtung wohin nehmen’, transitiv ‘in Bewegung setzen, wägen, schätzen’; zur Etymologie s. ↗bewegen. Verwegenheit f. ‘(Toll)kühnheit, Dreistigkeit’, mhd. verwegenheit ‘Entschlossenheit’.

Thesaurus

Synonymgruppe
draufgängerisch · ↗risikobereit · ↗risikofreudig · ↗riskant · ↗todesmutig · ↗tolldreist · ↗tollkühn · ↗vermessen · verwegen · vor nichts zurückschrecken · ↗waghalsig  ●  mit Todesverachtung  auch figurativ · Wer wagt, gewinnt.  ugs., Sprichwort · alles auf eine Karte setzen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abenteurer Bart Bursch Bursche Cowboy Einfall Fahrstil Frisur Gedankengang Geselle Haufen Jagd Kerl Kunststück Menschenschlag Optimist Raubüberfall Ritt Unterfangen allerlei anmuten anmutend aussehend dreinblickend einigermaßen geradezu klingend kühn wild ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verwegen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es wäre verwegen, zu behaupten, das Leben normalisiere sich wieder.
Die Welt, 15.11.2001
Seit er jenen Satz in die Kamera sprach, gehört zu der verwegenen Drohung eine kleine Pause vor "anders".
Die Zeit, 16.07.1998, Nr. 30
Die Männer sahen verwegen aus, bärtig zum Teil, zum Teil mit eingeschlagenen Nasen und Narben.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 213
Da er den Arm sinken läßt, geht sie weiter, die wilde, verwegene Jagd.
Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 210
Denn ein wilder und verwegener Plan war plötzlich in ihn gefahren und ließ ihn nicht mehr zur Ruhe kommen.
Perutz, Leo: Die dritte Kugel, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1988 [1915], S. 148
Zitationshilfe
„verwegen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verwegen>, abgerufen am 23.01.2019.

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