verweigern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-wei-gern
Wortzerlegung  ver- weigern
Wortbildung  mit ›verweigern‹ als Erstglied: Verweigerer · Verweigerung  ·  mit ›verweigern‹ als Letztglied: Kriegsdienstverweigerung · Nahrungsverweigerung · Zahlungsverweigerung
eWDG

Bedeutung

etw. ablehnen, abschlagen
Beispiele:
die Annahme eines Briefes, Pakets verweigern
Annahme (vom Empfänger) verweigert (= Vermerk auf Postsendungen)
eine Zahlung, die Unterschrift, seine Zustimmung verweigern
auf diese Frage verweigerte er die Antwort
(vor Gericht) die Aussage verweigern
er hatte den Gehorsam, die Ausführung eines Befehls, den Wehrdienst verweigert
das kranke Tier verweigerte fast jede Nahrung
das Pferd hat zweimal das Hindernis verweigert (= ist zweimal nicht über das Hindernis gesprungen)
jmdm. etw. verweigernjmdm. etw. nicht geben, nicht gewähren
Beispiele:
jmdm. eine Auskunft, Hilfe(leistung), den Gruß verweigern
ihm wurde die Unterkunft, Einreise verweigert
gehobensie hat sich ihm verweigert (= sich ihm nicht hingegeben)

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) verwahren (gegen) · Einspruch erheben · ableugnen · anfechten · bestreiten · dementieren · für nicht zutreffend erklären · in Abrede stellen · leugnen · nicht anerkennen · nicht wahrhaben wollen · verneinen · verweigern · von der Hand weisen · von sich weisen · widersprechen  ●  (in aller Schärfe) zurückweisen  Verstärkung · abstreiten  Hauptform · nicht gesagt haben wollen  variabel · (sich) distanzieren (von)  geh. · desavouieren  geh., franz. · in das Reich der Fabel verweisen  geh. · nichts (mehr) wissen wollen (von)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) ablehnen · (etwas) abschmettern · (etwas) für unzulässig erklären · (etwas) nicht anerkennen · (etwas) nicht zulassen · (etwas) verweigern · (jemandem etwas) abschlagen · (jemandem etwas) verwehren  ●  (etwas) abweisen  Hauptform · (jemandem etwas) versagen  geh.
Assoziationen
  • (einer Sache) die Zustimmung verweigern · (etwas) ablehnen · (sich) entscheiden (gegen) · mit Nein stimmen · seine Stimme abgeben (gegen) · votieren (gegen)  ●  stimmen (gegen)  Hauptform · dagegen sein  ugs. · gegen etwas sein  ugs.
Synonymgruppe
nicht zugestehen · verwehren · verweigern · vorenthalten
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) ablehnen · (etwas) verschmähen · (etwas) zurückweisen · (meine) Antwort ist nein · (sich einer Sache) verweigern · (sich) weigern (zu) · ausschlagen (Angebot) · negativ reagieren · nicht eingehen (auf etwas) · nichts wissen wollen (von)  ●  abschlägig bescheiden (Antrag)  Amtsdeutsch · nicht zur Verfügung stehen (für)  geh.
Assoziationen
  • verletzen  ●  auf den Schlips treten  fig. · brüskieren  geh. · düpieren  geh. · vor den Kopf stoßen  ugs., fig.
  • ganz bestimmt nicht tun · nicht wollen  ●  (etwas) fällt mir im Traum nicht ein  ugs. · (etwas) würde mir im Traum nicht einfallen  ugs. · den Teufel werd' ich tun (und ...)  ugs. · ich denke nicht daran!  ugs. · ich hab was Besseres zu tun (als)  ugs. · ich werd(e) den Teufel tun (und ...)  ugs. · ich werde mich hüten (zu / und ...)  ugs.
  • gering achten · geringschätzen · geringschätzig behandeln · herabblicken (auf) · herabschauen (auf) · herabsehen (auf) · hinunterblicken (auf) · hinunterschauen (auf) · nichts halten von · verachten · von oben herab behandeln · wenig halten von  ●  in den Staub treten  fig. · mit Füßen treten  fig. · (die) Anerkennung verweigern  geh.
  • besseres zu tun haben · keine Zeit haben (für)  ●  (jemandem ist seine) Zeit zu schade (für)  ugs. · seine Zeit nicht gestohlen haben  ugs., fig.
  • (den/die/das) will ich nicht  ugs. · (den/die/das) will ich nicht geschenkt haben  ugs. · kein Bedarf  ugs. · kein Interesse  ugs.
  • (einer Sache) die Zustimmung verweigern · (etwas) ablehnen · (sich) entscheiden (gegen) · mit Nein stimmen · seine Stimme abgeben (gegen) · votieren (gegen)  ●  stimmen (gegen)  Hauptform · dagegen sein  ugs. · gegen etwas sein  ugs.

Typische Verbindungen zu ›verweigern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verweigern‹.

Verwendungsbeispiele für ›verweigern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was dieser beharrlich verweigert - mit Folgen, die für ihn unangenehm werden können.
Die Welt, 16.02.2005
Auf einigen Gebieten zeigt sich der Irak konziliant, auf anderen verweigert er sich.
Der Tagesspiegel, 15.02.2003
Den Romanen würde man beleidigen, wollte man ihm das Zutrinken verweigern.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3027
Auch die junge Frau verweigert keinem der anwesenden Herren die Ehre mit ihr zu tanzen.
Gleichen-Russwurm, Alexander von: Der gute Ton. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1932], S. 27367
Ein Herr darf sich - im umgekehrten Fall - zwar sehr reserviert verhalten, aber den Platz nicht verweigern.
Smolka, Karl: Gutes Benehmen von A - Z. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1957], S. 22602
Zitationshilfe
„verweigern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verweigern>, abgerufen am 05.08.2021.

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