Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

verweigern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ver-wei-gern
Wortzerlegung ver- weigern
Wortbildung  mit ›verweigern‹ als Erstglied: Verweigerer · Verweigerung
eWDG

Bedeutung

etw. ablehnen, abschlagen
Beispiele:
die Annahme eines Briefes, Pakets verweigern
Annahme (vom Empfänger) verweigert (= Vermerk auf Postsendungen)
eine Zahlung, die Unterschrift, seine Zustimmung verweigern
auf diese Frage verweigerte er die Antwort
(vor Gericht) die Aussage verweigern
er hatte den Gehorsam, die Ausführung eines Befehls, den Wehrdienst verweigert
das kranke Tier verweigerte fast jede Nahrung
das Pferd hat zweimal das Hindernis verweigert (= ist zweimal nicht über das Hindernis gesprungen)
jmdm. etw. verweigernjmdm. etw. nicht geben, nicht gewähren
Beispiele:
jmdm. eine Auskunft, Hilfe(leistung), den Gruß verweigern
ihm wurde die Unterkunft, Einreise verweigert
gehobensie hat sich ihm verweigert (= sich ihm nicht hingegeben)

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) verwahren (gegen) · Einspruch erheben · ableugnen · anfechten · bestreiten · dementieren · für nicht zutreffend erklären · in Abrede stellen · leugnen · nicht anerkennen · nicht wahrhaben wollen · verneinen · verweigern · von der Hand weisen · von sich weisen · widersprechen  ●  (in aller Schärfe) zurückweisen  Verstärkung · abstreiten  Hauptform · nicht gesagt haben wollen  variabel · (sich) distanzieren (von)  geh. · desavouieren  geh., franz. · in das Reich der Fabel verweisen  geh. · nichts (mehr) wissen wollen (von)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) ablehnen · (etwas) abschmettern · (etwas) für unzulässig erklären · (etwas) nicht anerkennen · (etwas) nicht zulassen · (etwas) verweigern · (jemandem etwas) abschlagen · (jemandem etwas) verwehren  ●  (etwas) abweisen  Hauptform · (jemandem etwas) versagen  geh.
Synonymgruppe
nicht zugestehen · verwehren · verweigern · vorenthalten
Synonymgruppe
(etwas) ablehnen · (etwas) verschmähen · (etwas) zurückweisen · (meine) Antwort ist nein · (sich einer Sache) verweigern · (sich) weigern (zu) · ausschlagen (Angebot) · negativ reagieren · nicht eingehen (auf etwas) · nichts wissen wollen (von)  ●  abschlägig bescheiden (Antrag)  Amtsdeutsch · abwinken  fig., mediensprachlich · (einer Sache die) Zustimmung versagen  geh. · nicht zur Verfügung stehen (für)  geh.
Synonymgruppe
(plötzlich) nicht mehr mitmachen · (sich) sträuben · bocken (Tier) · verweigern (Tier)  ●  (sich) weigern  Hauptform · auslassen  österr., süddt. · streiken  ugs.

Typische Verbindungen zu ›verweigern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verweigern‹.

Verwendungsbeispiele für ›verweigern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den Romanen würde man beleidigen, wollte man ihm das Zutrinken verweigern. [Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3027]
Auch die junge Frau verweigert keinem der anwesenden Herren die Ehre mit ihr zu tanzen. [Gleichen-Russwurm, Alexander von: Der gute Ton. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1932], S. 27367]
Doch die Autoren verweigern sie, es gibt sie nicht, es gibt keine moralisch »sauberen« Lösungen. [Die Zeit, 10.02.2000, Nr. 7]
Während Forscher ihre Ergebnisse leidenschaftlich interpretieren, verweigern sich die meisten Künstler einer Auslegung ihrer Werke. [Die Zeit, 02.06.1999, Nr. 23]
Die Revolution darf diese Rechte nicht nur nicht verweigern, sie ist vielmehr verpflichtet, sie zu respektieren und dafür zu sorgen, daß sie respektiert werden. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1982]]
Zitationshilfe
„verweigern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verweigern>.

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