verwerflich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungver-werf-lich (computergeneriert)
formal verwandt mitwerfen
Wortbildung mit ›verwerflich‹ als Erstglied: ↗Verwerflichkeit
eWDG, 1977

Bedeutung

gehoben schlecht, unmoralisch, verdammenswert
Beispiele:
eine verwerfliche Handlungsweise, (Straf)tat, Angewohnheit
sein Verhalten in dieser Angelegenheit ist (höchst) verwerflich
das moralisch Verwerfliche seines Handelns

Thesaurus

Synonymgruppe
anrüchig · ↗fragwürdig · ↗sittenlos · ↗unethisch · ↗unmoralisch · ↗unsittlich · verwerflich  ●  ↗sündhaft  religiös · ↗amoralisch  geh. · ↗skrupellos  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
arglistig · ↗boshaft · ↗bösartig · ↗böse · ↗fies · ↗garstig · ↗gehässig · ↗gemein · ↗hinterfotzig · ↗hundsgemein · ↗niederträchtig · ↗perfid · ↗perfide · ↗ruchlos · ↗schuftig · ↗schurkisch · ↗schäbig · ↗schädlich · ↗tückisch · ↗verabscheuenswert · ↗verabscheuungswürdig · verwerflich  ●  hundig  österr. · ↗verrucht  veraltend · ↗infam  geh. · ↗mies  ugs. · ↗schofel  ugs. · ↗übel  ugs. · über Leichen gehend  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
verachtenswert · ↗verdammenswert · ↗verdammungswürdig · verurteilenswert · verurteilungswürdig · verwerflich

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beweggrund Eigennutz Gesinnung Handlungsweise Nötigung Praktik Tat Treiben Tun Töten Verhalten abscheulich besonders ethisch genauso geschmacklos höchst keineswegs minder moralisch per se rechtswidrig schlechthin schändlich sittlich skandalös strafbar unmoralisch unsinnig zutiefst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verwerflich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn es verwerflich ist, jemanden aus sexueller Lust zu töten, sollte es dann weniger verwerflich sein, ihn zum kulinarischen Genuss abzuschlachten?
Süddeutsche Zeitung, 31.01.2004
Allerdings finde ich das auch nicht verwerflich, denn warum sollte es nicht auch einmal anders herum sein?
Der Tagesspiegel, 20.03.2000
Da aber der allgemeine Frieden von Rom garantiert wurde und von Rom aufrechterhalten werden sollte, war die Lösung nicht unbedingt verwerflich.
Welles, C. Bradford: Die hellenistische Welt. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 4339
Was von innen kommt, erscheint ihm als krankhaft und verwerflich.
Jung, Carl Gustav: Psychologische Typen. In: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, Zürich u. a.: Rascher 1967 [1921], S. 395
Gelegentlich wird aber auch unterschieden zwischen begehrenswerten, verwerflichen und eigentlichen A.
Lau, F.: Adiaphora. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 402
Zitationshilfe
„verwerflich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verwerflich>, abgerufen am 18.10.2019.

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