verwinden

Grammatik Verb · verwindet, verwand, hat verwunden
Aussprache 
Worttrennung ver-win-den
eWDG

Bedeutung

etw. verwindenüber etw. hinwegkommen, etw. überwinden
Beispiele:
einen Verlust, den Schmerz, die Enttäuschung, Kränkung, den Ärger verwinden, nicht verwinden können
sie hat den Tod ihres Mannes noch nicht verwunden

Thesaurus

Synonymgruppe
bewältigen · fertigwerden mit · hinwegkommen über · ↗verkraften · ↗verschmerzen · verwinden · ↗überstehen · ↗überwinden  ●  ↗(gut) wegstecken  ugs.
Unterbegriffe
  • gut fertig werden mit · locker wegstecken · schnell hinwegkommen über
Assoziationen
  • (klaglos) über sich ergehen lassen · (sich) (notgedrungen) arrangieren mit · (sich) abfinden (mit) · (sich) bescheiden (mit) · (sich) ergeben in · (sich) fügen (in) · (sich) in sein Schicksal ergeben · (sich) kleiner setzen · ↗ertragen · ↗hinnehmen  ●  (sich) schicken (in)  veraltet · (sich) d(a)reinfinden  geh., veraltet · (sich) dreinschicken (in)  geh., veraltend · keinen Aufstand machen  ugs. · ↗schlucken  ugs.
  • (sich) aussöhnen (mit) · (sich) nicht länger auflehnen (gegen) · seinen Frieden machen mit
  • (sich etwas) bieten lassen · (sich etwas) gefallen lassen · (sich) nicht wehren (gegen) · (sich) nicht widersetzen · ↗(widerspruchslos) hinnehmen · Nachsicht üben · ↗dulden · ↗einstecken · in Kauf nehmen · ↗leisetreten · nicht protestieren · ↗schlucken · ↗stillhalten · ↗tolerieren · ↗verschmerzen  ●  (es) nicht auf einen Streit ankommen lassen (wollen)  variabel · (die) Füße stillhalten  ugs., fig. · ↗konnivieren  geh. · ↗mitmachen  ugs.
  • (einer Sache) standhalten · ↗aushalten · ↗ausstehen · ↗durchstehen · ↗erdulden · ↗ertragen  ●  ↗verkraften  ugs.

Typische Verbindungen zu ›verwinden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verwinden‹.

Verwendungsbeispiele für ›verwinden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch immer kann Lara den frühen Tod des Vaters nicht verwinden.
Die Zeit, 02.07.2001, Nr. 27
Und dieser Ärger über den verpassten Sieg hatte er auch über 60 Jahre später nicht verwunden.
Der Tagesspiegel, 14.06.2001
Aber ich hätte einen Knacks weg, den ich nie verwinden könnte.
Tucholsky, Kurt: An Mary Gerold-Tucholsky, 19.08.1923. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1923], S. 16015
Die Mutter wußte den Tod ihres ältesten Jungen kaum zu verwinden.
Reventlow, Franziska Gräfin zu: Ellen Olestjerne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 6087
Aber er war ein Mann und würde diesen Schmerz verwinden.
Courths-Mahler, Hedwig: Ich lasse dich nicht, Augsburg: Weltbild Verl. 1992 [1912], S. 101
Zitationshilfe
„verwinden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verwinden>, abgerufen am 16.01.2021.

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