verwinden

GrammatikVerb · verwand, hat verwunden
Aussprache
Worttrennungver-win-den (computergeneriert)
eWDG, 1977

Bedeutung

etw. verwindenüber etw. hinwegkommen, etw. überwinden
Beispiele:
einen Verlust, den Schmerz, die Enttäuschung, Kränkung, den Ärger verwinden, nicht verwinden können
sie hat den Tod ihres Mannes noch nicht verwunden

Thesaurus

Synonymgruppe
bewältigen · fertigwerden mit · hinwegkommen über · ↗verkraften · ↗verschmerzen · verwinden · ↗überwinden  ●  nicht verknusen können (regional, nur negativ)  ugs. · ↗wegstecken  ugs.
Unterbegriffe
  • gut fertig werden mit · locker wegstecken · schnell hinwegkommen über
Assoziationen
  • (klaglos) über sich ergehen lassen · (sich) (notgedrungen) arrangieren mit · (sich) abfinden (mit) · (sich) bescheiden (mit) · (sich) ergeben in · ↗(sich) fügen · (sich) in sein Schicksal ergeben · (sich) kleiner setzen · ↗ertragen · ↗hinnehmen  ●  (sich) schicken (in)  veraltet · ↗(sich) dareinfinden  geh., veraltet · keinen Aufstand machen  ugs. · ↗schlucken  ugs.
  • (sich) aussöhnen (mit) · (sich) nicht länger auflehnen (gegen) · seinen Frieden machen mit
  • (sich etwas) bieten lassen · (sich etwas) gefallen lassen · (sich) nicht wehren (gegen) · (sich) nicht widersetzen · Nachsicht üben · ↗dulden · ↗einstecken · ↗erdulden · ↗ertragen · ↗hinnehmen · in Kauf nehmen · ↗leisetreten · nicht protestieren · ↗schlucken · ↗stillhalten · ↗tolerieren · ↗verschmerzen  ●  (die) Füße stillhalten  ugs., fig. · ↗konnivieren  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschied Demütigung Enttäuschung Erlebnis Kränkung Machtverlust Niederlage Rausschmiss Rückschlag Scheidung Scheitern Schicksalsschlag Schlag Schmach Schmerz Schock Selbstmord Sturz Tod Trauer Trauma Trennung Unfalltod Untergang Verlust Wahlniederlage nie niemals offenbar verbiegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›verwinden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch immer kann Lara den frühen Tod des Vaters nicht verwinden.
Die Zeit, 02.07.2001, Nr. 27
Und dieser Ärger über den verpassten Sieg hatte er auch über 60 Jahre später nicht verwunden.
Der Tagesspiegel, 14.06.2001
Aber ich hätte einen Knacks weg, den ich nie verwinden könnte.
Tucholsky, Kurt: An Mary Gerold-Tucholsky, 19.08.1923. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1923], S. 16015
Die Mutter wußte den Tod ihres ältesten Jungen kaum zu verwinden.
Reventlow, Franziska Gräfin zu: Ellen Olestjerne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 6087
Aber er war ein Mann und würde diesen Schmerz verwinden.
Courths-Mahler, Hedwig: Ich lasse dich nicht, Augsburg: Weltbild Verl. 1992 [1912], S. 101
Zitationshilfe
„verwinden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/verwinden>, abgerufen am 21.02.2019.

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