vibrieren

GrammatikVerb · vibrierte, hat vibriert
Aussprache
Worttrennungvi-brie-ren · vib-rie-ren
HerkunftLatein
eWDG, 1977

Bedeutung

leise schwingen, zittern, beben
Beispiele:
die Wände, Fußböden vibrieren durch den Lärm der Motoren
das ganze Flugzeug vibrierte, als die Triebwerke zu laufen begannen
die Kompassnadel vibrierte
die Stimmgabel, Saite vibriert
sie sprach, sang mit gefühlvoll vibrierender Stimme
alle Muskeln vibrieren vor Anspannung
sein ganzer Körper vibriert
ihre Hände, Nasenflügel vibrierten vor Erregung, Ungeduld
er spürte, wie seine Nerven vibrierten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

vibrieren · Vibration
vibrieren Vb. ‘leise schwingen, zittern, beben’, entlehnt (2. Hälfte 18. Jh.) aus lat. vibrāre ‘in zitternde Bewegung setzen, schwingen, schütteln, beben, trillern’; vgl. früher bezeugtes frz. vibrer und (zum Stamm des Part. Perf. lat. vibrātum) engl. to vibrate. Zuerst in der Akustik (heute meist durch schwingen ersetzt), bald in weiterer Anwendung ‘sich schnell auf und ab bewegen, zittern, in schwingender Bewegung sein’, übertragen ‘erregt sein, pulsieren’. Vibration f. (Mitte 18. Jh.), aus lat. vibrātio (Genitiv vibrātiōnis); vgl. älteres frz. engl. vibration (17. Jh.)

Thesaurus

Synonymgruppe
beben · ↗erbeben · ↗erzittern · vibrieren · ↗zittern
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asphalt Bass Boxen Erotik Erregung Fensterscheibe Frequenz Fußboden Handy Lebendigkeit Luft Saite Schallwelle Schwingung Stimmband Trommelfell Vitalität Vorfreude Zwerchfell beben blinken brodeln dröhnen förmlich geradezu innerlich klappern mit summen zittern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vibrieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wahlweise vibriert es auch einfach nur, mal links, mal rechts, mal beidseitig.
Der Tagesspiegel, 17.12.2000
Auch wenn sie nach einem langen Tag in der Redaktion zu mir kam, vibrierte sie noch.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 136
Die Phrasen vibrieren vor Spannung und alles entwickelt sich organisch atmend, aber immer unvorhersehbar, in schier übersprudelnder Freude.
Süddeutsche Zeitung, 05.06.1997
Mit kleinen, rasenden Bewegungen war er vor und zurück, hin und her vibriert.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 223
Man muß sie beim Küssen leicht vibrieren lassen - dem widersteht keine Frau.
Tange, Ernst Günter: Zitatenschatz für Lebenskünstler, Frankfurt a. M.: Eichborn 2000, S. 29
Zitationshilfe
„vibrieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vibrieren>, abgerufen am 15.10.2019.

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