vollmundig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung voll-mun-dig
Wortzerlegung voll-Mund-ig
eWDG

Bedeutung

fachsprachlich von Wein, Bier   voll im Geschmack, mit hohem Extraktgehalt und alkoholreich
Beispiele:
ein vollmundiger Wein
Bockbier ist eine vollmundige Biersorte

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) übernehmend · vollmundig  ●  den Mund zu voll nehmend  ugs.
Assoziationen
  • (es) auf die Spitze treiben · ↗(es) übertreiben · (jemandes) Temperament geht mit ihm durch · des Guten zu viel tun · mehr tun als gut wäre · mehr tun, als richtig ist · übereifern · ↗übersteigern · ↗überziehen  ●  (es) zu toll treiben  ugs. · ↗(sich) reinsteigern  ugs. · das Kind mit dem Bade ausschütten  ugs., fig. · den Bogen überspannen  ugs., fig. · exorbitieren  geh., veraltet · ins Aschgraue gehen  ugs. · mit Kanonen auf Spatzen schießen  ugs., fig. · nicht mehr feierlich sein  ugs. · zu weit gehen  ugs. · über das Ziel hinausschießen  ugs., fig.
Synonymgruppe
voll mundend · vollmundig
Assoziationen
Synonymgruppe
(sehr) von sich überzeugt · ↗im Brustton der Überzeugung · vollmundig  ●  (die) Backen aufblasen(d)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
angeberhaft · ↗angeberisch · ↗aufschneiderisch · ↗dünkelhaft · ↗großmundig · ↗großsprecherisch · ↗großspurig · ↗großtuerisch · nicht gerade schüchtern · ↗prahlerisch · ↗protzig · ↗prätentiös · vollmundig · ↗wichtigtuerisch  ●  dick aufgetragen  ugs. · ↗großkotzig  ugs. · ↗großmäulig  derb · ↗großschnauzig  derb
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›vollmundig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vollmundig‹.

Verwendungsbeispiele für ›vollmundig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da verspricht er vollmundig sonst was und mittlerweile sind fast zwei Jahre vergangen.
Bild, 15.03.2002
Er ist rubinrot, hat eine harmonische Säure und einen vollmundigen, milden Geschmack.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 142
Unsere vormals spitzen, zischelnden Laute sind vollmundiger, aber auch flacher geworden, sie geraten ins Breite.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 371
Nicht zu vollmundig die eigenen Fähigkeiten preisen; wenn es dann schiefgeht, wird es ungemütlich.
Süddeutsche Zeitung, 18.08.1994
Es ist stark eingebraut, nicht gerade vollmundig, aber schön mälzig.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 195
Zitationshilfe
„vollmundig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vollmundig>, abgerufen am 07.03.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
vollmümmeln
vollmüllen
Vollmontage
Vollmondnacht
Vollmondgesicht
Vollname
Vollnarkose
Vollöl
vollpacken
Vollpension