Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

vollpfropfen

Grammatik Verb · propft voll, pfropfte voll, hat vollgepfropft
Aussprache  [ˈfɔlˌpakn̩]
Worttrennung voll-pfrop-fen
Wortzerlegung voll- pfropfen2
Wortbildung  mit ›vollpfropfen‹ als Grundform: vollgepfropft
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich etw. ganz, bis zur Grenze des Fassungsvermögens füllen
Beispiele:
alle Fächer, Schränke mit Sachen vollpfropfen
das Zimmer mit Möbeln vollpfropfen
Grammatik: oft im Partizip II
Beispiele:
vollgepfropfte Taschen, Kästen
ein mit Menschen vollgepfropfter Saal, Zug
bildlich
Beispiel:
sein Gehirn war mit Bücherweisheit vollgepfropft

Thesaurus

Synonymgruppe
anfüllen · spicken · vollstopfen  ●  vollpfropfen  ugs. · zumüllen  ugs.

Verwendungsbeispiele für ›vollpfropfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vollgepfropft, scheppernd und schlingernd setzt sich der Bus in Bewegung. [Wallraff, Günter: Ganz unten, Berlin: Aufbau-Verl.1986 [1985], S. 86]
In jungen Jahren werden unsere Köpfe mit Wissen vollgepfropft, in der Hoffnung, damit ein Leben lang bestehen zu können. [Süddeutsche Zeitung, 12.02.1994]
Aber Baku, das »vollgepfropft ist mit Industrie«, ist ohne Öl undenkbar. [Die Zeit, 28.11.1986, Nr. 49]
Und doch triumphierten sie hier und da über Läufer, die mit taktischem Wissen vollgepfropft in die Arena gekommen waren. [Die Zeit, 04.01.1965, Nr. 01]
Der Gartensalon ist eine Rumpelkammer geworden – vollgepfropft mit Möbeln aus allen Räumen. [Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 135]
Zitationshilfe
„vollpfropfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vollpfropfen>.

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