vorbeten

GrammatikVerb · betet vor, betete vor, hat vorgebetet
Aussprache
Worttrennungvor-be-ten
Wortzerlegungvor-beten
Wortbildung mit ›vorbeten‹ als Erstglied: ↗Vorbeter
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
ein Gebet vorsprechen
Beispiel:
Der Bauer bekreuzte sich und begann vorzubeten [RinserRinge72]
2.
umgangssprachlich, abwertend jmdm. etw. langatmig erklären, etw. eintönig, gedankenlos hersagen
Beispiele:
sie hat mir alle ihre Sorgen, eine Litanei von Erklärungen, Entschuldigungen vorgebetet
jmdm. nutzlose Ratschläge vorbeten

Typische Verbindungen
computergeneriert

Litanei beten ständig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vorbeten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Lehrer beten normalerweise Wissen vor, die Klasse spricht alles im Chor nach.
Die Zeit, 31.05.2010, Nr. 22
Man kann das vorbeten oder nachsprechen, beliebig oft; wissen kann man es aber längst nicht mehr.
Die Welt, 04.08.2001
Hundertmal vorgebetet, tausendmal nachgebetet, glaubt man schließlich dieser Behauptung nicht mehr.
konkret, 1989
Dennoch machen die Handy-Nutzer längst nicht jeden Trend mit, der ihnen von Netzbetreibern und Dienste-Anbietern vorgebetet wird.
Der Tagesspiegel, 22.11.2002
Einen großen Anklang behielt in der tief eingewurzelten Marienverehrung das Rosenkranzgebet, in der Wohnstube vom Hausvater vorgebetet.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 17194
Zitationshilfe
„vorbeten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vorbeten>, abgerufen am 06.12.2019.

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