vorbringen

GrammatikVerb · bringt vor, brachte vor, hat vorgebracht
Aussprache
Worttrennungvor-brin-gen
Wortzerlegungvor-bringen
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
etw. als Wunsch, zur Erklärung vortragen, äußern, etw. geltend machen
Beispiele:
eine Frage, Forderung vorbringen
zu seiner Verteidigung, Entschuldigung konnte er nichts vorbringen
was hast du gegen sie vorzubringen?
in dieser Sache hatte er nichts Neues vorzubringen
er hat seine Argumente, Bemerkungen in der Diskussion sachlich vorgebracht
die vom Kläger für seine Anschuldigungen vorgebrachten Beweise
2.
umgangssprachlich etw. nach vorn bringen
Beispiele:
der Schüler sollte dem Lehrer das Heft vorbringen
kannst du mir mal das Werkzeug vorbringen?
Leere Güterzüge ... die vielleicht Holz und Munition vorgebracht (= an die Front gebracht) hatten [RennKrieg184]

Thesaurus

Synonymgruppe
einreichen · ↗unterbreiten · vorbringen · ↗vorlegen · ↗vorschlagen
Synonymgruppe
(alle) nennen · ↗(einzeln) angeben · Punkt für Punkt nennen · ↗anführen (Beispiele, Gründe ...) · ↗aufführen (= nennen) · ↗auflisten · ↗aufsagen · ↗aufzählen · einzeln nennen · ↗herunterbeten · vorbringen · ↗vortragen (z.B. vor Gericht)
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) berufen auf · ↗anführen · geltend machen · ↗nennen · verweisen auf · vorbringen · ↗zitieren  ●  ins Feld führen (Argument)  fig., militärisch, Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anklage Anklagebehörde Anliegen Anregung Anschuldigung Argument Ausrede Beanstandung Bedenken Beschuldigung Beschwerde Beweis Beweismaterial Beweismittel Bitte Einwand Einwendung Entschuldigung Forderung Gegenargument Klage Kläger Nachdruck Rechtfertigung Sicherheitsbedenken Verteidigung Vorbehalt Wunsch bringen Änderungswunsch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vorbringen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hätte aber in den vergangenen Jahren ebenso vorgebracht werden können, ohne dass es geschehen ist.
Süddeutsche Zeitung, 26.05.2000
Die jetzt so vielzitierten ethischen Bedenken gegen das Experiment hätten allesamt damals vorgebracht werden können.
Die Zeit, 15.01.1968, Nr. 03
Und es scheint unmöglich, sie an nur einem Tag vorzubringen.
o. A.: Einhundertsiebzigster Tag. Mittwoch, 3. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 12496
Hielten Sie das nicht für schwerwiegend genug, um es im Kabinett vorzubringen?
o. A.: Einhundertdreiundsechzigster Tag. Dienstag, 25. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 11573
Größere Bitten bringst du am besten persönlich, und wenn das nicht möglich ist, schriftlich vor.
Franken, Konstanze von [d.i. Stoekl, Helene]: Handbuch des guten Tones, Berlin: Hesse 1936, S. 316
Zitationshilfe
„vorbringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vorbringen>, abgerufen am 14.11.2019.

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