vorlassen

Grammatik Verb · lässt vor, ließ vor, hat vorgelassen
Aussprache 
Worttrennung vor-las-sen
Wortzerlegung vor-lassen
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
umgangssprachlich jmdn. vorangehen lassen, jmdm. den Vortritt lassen
Beispiele:
er hielt sich zurück und ließ die anderen vor
der Schwerbehinderte wurde von den Wartenden bereitwillig vorgelassen
2.
veraltend einen Besucher eintreten lassen, empfangen
Beispiele:
die Sekretärin hatte den Auftrag, niemanden vorzulassen
er wollte sich bei der zuständigen Stelle erkundigen, wurde aber nicht vorgelassen
daß sie mich nicht mehr vorlassen würde in ihrem Haus, das war mir gewiß [ St. ZweigAmok43]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) Einlass gewähren · (jemandem) Zutritt gewähren · ↗(jemanden) einlassen · (jemanden) eintreten lassen · ↗(jemanden) hereinlassen · (jemanden) vorlassen · eintreten lassen · hereinkommen lassen
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) den Vortritt lassen  ●  (jemanden) vorher drankommen lassen  ugs. · (jemanden) vorlassen  ugs.
Synonymgruppe
(in einer Angelegenheit) empfangen · (jemanden bei ...) vorsprechen lassen · (jemanden) vorlassen
Assoziationen
  • (jemandem) Einlass gewähren · (jemandem) Zutritt gewähren · ↗(jemanden) einlassen · (jemanden) eintreten lassen · ↗(jemanden) hereinlassen · (jemanden) vorlassen · eintreten lassen · hereinkommen lassen
Synonymgruppe
(jemanden) vorbeilassen · (jemanden) vorlassen · (jemanden) überholen lassen

Typische Verbindungen zu ›vorlassen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vorlassen‹.

Verwendungsbeispiele für ›vorlassen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zudem ließen "falsche rechnerische Darstellungen" die zwei preiswertesten Büros außen vor.
Die Welt, 16.10.2003
Schon die Auswahl der Autoren läßt die marktorientierte Kritik außen vor.
Der Tagesspiegel, 18.03.1997
Sie warteten schon lange darauf, zu K. vorgelassen zu werden.
Kafka, Franz: Der Proceß, Frankfurt a. M.: Fischer 1993 [1925], S. 137
Es war sonderbar, daß er gerade ihn vorließ, nicht die Direktoren.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 134
Wer vor elf Uhr erscheint, also vor der offiziellen Besuchszeit, braucht nicht vorgelassen zu werden.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 167
Zitationshilfe
„vorlassen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vorlassen>, abgerufen am 26.11.2020.

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