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vorliebnehmen

Grammatik Verb · nimmt vorlieb, nahm vorlieb, hat vorliebgenommen
Worttrennung vor-lieb-neh-men
eWDG

Bedeutung

mit etw., jmdm. vorliebnehmensich (notgedrungen) mit etw., jmdm. zufriedengeben, begnügen
Beispiele:
er nahm mit Wenigem, mit dieser bescheidenen Mahlzeit vorlieb, hat (zum Übernachten) mit der Couch vorliebgenommen
einstweilen mussten wir mit seiner Gesellschaft, mit ihm als Begleiter vorliebnehmen
mein Bruder ist nicht da, aber wenn Sie mit mir vorliebnehmen wollen?
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fürliebnehmen · Vorliebe
vor-, fürliebnehmen Vb. ‘etw. für gut halten, sich damit begnügen, zufrieden geben’, Zusammenrückung der Präposition vor (16. Jh.), für (17. Jh.) mit lieb (Adj., Akkusativ n.) und nehmen. Vorliebe f. ‘Neigung, Interesse’ (Anfang 19. Jh.), mit Vorliebe ‘vorzugsweise’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) begnügen · (sich) bescheiden (mit) · (sich) zufriedengeben · vorliebnehmen (mit) · zufrieden sein (mit)  ●  fürliebnehmen  veraltet · leben können (mit)  ugs., fig.
Assoziationen
  • (klaglos) über sich ergehen lassen · (sich) (notgedrungen) arrangieren mit · (sich) abfinden (mit) · (sich) bescheiden (mit) · (sich) ergeben in · (sich) fügen (in) · (sich) in sein Schicksal ergeben · (sich) kleiner setzen · ertragen · hinnehmen  ●  (sich) schicken (in)  veraltet · (sich) d(a)reinfinden  geh., veraltet · (sich) dreinschicken (in)  geh., veraltend · keinen Aufstand machen  ugs. · schlucken  ugs.

Typische Verbindungen zu ›vorliebnehmen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›vorliebnehmen‹.

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Verwendungsbeispiele für ›vorliebnehmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So müssen wir, auch wenn die Tage kürzer werden, weiter mit den Teilen vorliebnehmen. [Die Zeit, 05.10.1990, Nr. 41]
Über 1500 Meter mußte sie wie schon bei Olympia mit Platz drei vorliebnehmen. [Süddeutsche Zeitung, 14.03.1994]
Andere müssen draußen bleiben und mit Geschichten aus zweiter Hand vorliebnehmen. [Süddeutsche Zeitung, 17.10.1997]
Wir sind nicht hienieden, um auszusuchen, sondern um vorliebzunehmen – ich weiß schon. [Tucholsky, Kurt: Schloß Gripsholm. In: ders., Werke und Briefe, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1931], S. 3063]
Einige Clubs wählen ihre Mitglieder immer noch aus; wer draußen bleibt, muß mit einem der anderen Häuser vorliebnehmen. [Die Zeit, 12.09.1997, Nr. 38]
Zitationshilfe
„vorliebnehmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vorliebnehmen>.

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