Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

vorschlafen

Grammatik Verb · schläft vor, schlief vor, hat vorgeschlafen
Aussprache [ˈfoːɐ̯ʃlaːfn̩]
Worttrennung vor-schla-fen
Wortzerlegung vor- schlafen
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutung

umgangssprachlich jmd. schläft vorim Hinblick darauf, dass in einer bevorstehenden Nacht kein ausreichend langer Schlaf möglich sein wird, vorher kurze Zeit schlafen;
die Schlafzeit, Schlafenszeit vorverlegen (1), um sich auf ein Ereignis ohne Ruhemöglichkeit oder Nachtruhe vorzubereiten (a)DWDS
Beispiele:
[…] Sonntagfrüh will sie so lang wie möglich vorschlafen, um für die lange Nacht fit zu sein. [Berliner Morgenpost, 27.02.2021]
Sie wolle vorschlafen, um der Zeitverschiebung zu trotzen und die Gala mitzuverfolgen. [Rhein-Zeitung, 27.02.2021]
Wenn er [der Discjockey] sehr spät auflegt, schläft er, wenn irgend möglich, vor. [Süddeutsche Zeitung, 03.05.2017]
Wir haben heute Morgen vorgeschlafen, damit wir in der Nacht Sternschnuppen sehen können, […]. [Leipziger Volkszeitung, 15.08.2014]
Wenn es möglich wäre vorzuschlafen, […] wären die meisten doch nicht mehr zu halten. Ganze Kindheiten würden da investiert, um genügend Schlaf für später zusammenzukratzen. [Frankfurter Rundschau, 10.04.2004]
Schon um halb 3 Uhr nachmittags sind sie zu Hause, dann wird erst mal ein paar Stunden vorgeschlafen, denn beide wollen natürlich auf eine Silvesterparty losziehen. [Saarbrücker Zeitung, 31.12.1994]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„vorschlafen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vorschlafen>.

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