Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

vorschwindeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung vor-schwin-deln
Wortzerlegung vor- schwindeln1
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich jmdm. etw. vorlügen, jmdn. beschwindeln
Beispiel:
sie wollte den anderen nichts vorschwindeln, hat ihnen allerhand vorgeschwindelt

Verwendungsbeispiele für ›vorschwindeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Den Fremden schwindelte ich vor, daß ich von meinen literarischen Arbeiten lebe, die mir höchst anständig bezahlt würden. [Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 792]
Sascha schwindelt seinem Vater vor, für ihn sei alles anders, er besuche eine höhere Schule. [Die Zeit, 22.06.1990, Nr. 26]
Gute Idee von mir, der Telefonistin vorzuschwindeln, wir wären irgendwie getrennt worden. [Die Zeit, 21.05.2001, Nr. 21]
Natürlich ist es nicht Rechtens, dem Richter etwas vorzuschwindeln, um eine schnelle und billige Scheidung zu erreichen. [Die Zeit, 02.11.1979, Nr. 45]
Die Entführerin hatte ihrem Lebensgefährten monatelang vorgeschwindelt, schwanger zu sein. [Bild, 14.06.2003]
Zitationshilfe
„vorschwindeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/vorschwindeln>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
vorschweben
vorschussweise
vorschulisch
vorschriftswidrig
vorschriftsmäßig
vorschwärmen
vorschädigen
vorschützen
vorsehen
vorsetzen