wärmen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungwär-men
Wortbildung mit ›wärmen‹ als Erstglied: ↗Wärmer · ↗Wärmflasche  ·  mit ›wärmen‹ als Letztglied: ↗anwärmen · ↗aufwärmen · ↗auswärmen · ↗durchwärmen · ↗erwärmen · ↗vorwärmen
eWDG, 1977

Bedeutung

etw. warm machen
Beispiele:
der Ofen wärmt das Zimmer
im März wärmt die Sonne schon
etw. hält warm, etw. schützt gegen Kälte
Beispiele:
der Pullover, Schal wärmt (gut)
gewärmter Kohl schmeckt mir nicht
sie nahm das Kind zu sich ins Bett, um es zu wärmen
nachts steht sie auf, um ihr [der Kranken] Tücher zu wärmen [WaggerlJahr292]
sich wärmen
Beispiele:
wir unterbrachen die Wanderung und gingen in ein Restaurant, um uns zu wärmen
sich [Dativ] die Hände, Füße (am Ofen) wärmen
übertragen etw. wärmt jmdm. das Herzjmd. wird von etw. angenehm innerlich bewegt
Beispiel:
auf irgendeine Weise wärmte mir dieses Erlebnis mein Herz [A. ZweigBeil629]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

warm · Wärme · wärmen
warm Adj. ‘von angenehmer Temperatur’ (zwischen kalt und heiß), ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. asächs. mnl. nl. warm, aengl. wearm, engl. warm, anord. varmr, schwed. varm (germ. *warma-) läßt sich als Bildung mit m-Suffix wohl mit hethit. u̯ar- ‘brennen’, aslaw. varъ ‘Hitze’, russ. var (вар) ‘siedendes Wasser, Pech, Hitze’, aslaw. variti, russ. varít’ (варить) ‘kochen’, aslaw. (ablautend) vьrěti ‘kochen’, lit. vìrti ‘sprudeln, wallen, kochen’ auf eine Wurzel ie. *u̯er- ‘brennen, verbrennen, schwärzen’ zurückführen. Wärme f. ‘angenehme, gemäßigte Temperatur’, ahd. wermī (9. Jh.), mhd. werme. wärmen Vb. ‘warm machen’, ahd. warmēn (8. Jh.), wermen (9. Jh.), mhd. wermen, asächs. wermian, mnd. wermen, mnl. nl. warmen, aengl. werman, wyrman, anord. verma, got. warmjan, Faktitivum zum Adj.

Thesaurus

Synonymgruppe
aufwärmen · ↗erwärmen · wärmen

Typische Verbindungen zu ›wärmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›wärmen‹.

Verwendungsbeispiele für ›wärmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Außerdem ist es bei uns auf dem Lande sowieso kälter, da wärmt ein Bart.
Bild, 25.04.2001
Und langsam kommt man dem Stück auf die Spur, denn diese jüdisch aussehende Grace wärmt sich die Hände an brennenden Büchern.
Der Tagesspiegel, 13.12.1998
Die Welt ist ein gestorbener Stern, sie wärmt nicht mehr.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 324
Die 13jährige Tochter von Frau R. kroch zu mir und versuchte mich zu wärmen.
o. A.: 1945. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 17517
Also wärmte sie es ihm, und er verschlang es und schnaufte dabei wie bei einer schweren Arbeit.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 205
Zitationshilfe
„wärmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/w%C3%A4rmen>, abgerufen am 03.04.2020.

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