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würfeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung wür-feln
Wortbildung  mit ›würfeln‹ als Erstglied: Würfelbecher · Würfelbrett  ·  mit ›würfeln‹ als Letztglied: auswürfeln · zusammenwürfeln  ·  mit ›würfeln‹ als Grundform: gewürfelt
eWDG

Bedeutungen

1.
mit Würfeln (um etw.) spielen
Beispiele:
er hat mit uns gewürfelt
um Geld würfeln
eine Sechs würfeln (= beim Würfeln die höchste Punktzahl erreichen)
2.
feste Nahrungsmittel würfelförmig schneiden
Beispiele:
Speck, Zwiebeln würfeln
gewürfelte Kartoffeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Würfel · würfeln
Würfel m. ‘Kubus’, ahd. wirfil (um 1000), wurfil (Hs. 12. Jh.), mhd. würfel, mnd. mnl. worpel, auch ‘Wurfriemen bei der Vogeljagd’, aengl. wyrpel ‘Fußband, Wurfriemen’, anord. verpill ‘Würfel’, mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ila- (vgl. Griffel, Schlüssel, Wirbel, Zügel) zu unterschiedlichen Ablautstufen des unter werfen (s. d.) behandelten Verbs gebildet. Würfel bezeichnet zunächst den Spielwürfel, sodann seit dem 16. Jh. (vom kubisch geformten Spielgerät ausgehend) den geometrischen Körper mit sechs gleichen quadratischen Flächen. würfeln Vb. ‘mit Würfeln spielen’ (Anfang 16. Jh.), ‘in Würfelform bringen’ (18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›würfeln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›würfeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›würfeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um herauszufinden, welches Ereignis nun ausgelöst wird, müssen Sie würfeln. [Süddeutsche Zeitung, 17.03.2000]
Wenn wir nicht das Barock des Landes würdigen und, den geschichtlichen Spuren der großen historischen Ereignisse folgend, dieselben auf uns wirken lassen, dann würfeln wir. [Tucholsky, Kurt: Das Wirtshaus im Spessart. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 20543]
Neulich waren wir auf einer Übung, da haben wir die ganze Zeit im Wagen gesessen und gewürfelt. [Die Zeit, 24.02.1986, Nr. 08]
Würfelt man eine drei und eine eins, ist der erste Fall gefragt. [Süddeutsche Zeitung, 25.09.1996]
Hierauf würfelt er und kommt über das Feld „Ölförderung“ auf „Memo“. [Die Zeit, 26.03.1965, Nr. 13]
Zitationshilfe
„würfeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/w%C3%BCrfeln>.

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