würfeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungwür-feln
Wortbildung mit ›würfeln‹ als Letztglied: ↗auswürfeln · ↗zusammenwürfeln  ·  mit ›würfeln‹ als Grundform: ↗gewürfelt
eWDG, 1977

Bedeutungen

1.
mit Würfeln (um etw.) spielen
Beispiele:
er hat mit uns gewürfelt
um Geld würfeln
eine Sechs würfeln (= beim Würfeln die höchste Punktzahl erreichen)
2.
feste Nahrungsmittel würfelförmig schneiden
Beispiele:
Speck, Zwiebeln würfeln
gewürfelte Kartoffeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Würfel · würfeln
Würfel m. ‘Kubus’, ahd. wirfil (um 1000), wurfil (Hs. 12. Jh.), mhd. würfel, mnd. mnl. worpel, auch ‘Wurfriemen bei der Vogeljagd’, aengl. wyrpel ‘Fußband, Wurfriemen’, anord. verpill ‘Würfel’, mit dem Suffix für Gerätebezeichnungen germ. -ila- (vgl. Griffel, Schlüssel, Wirbel, Zügel) zu unterschiedlichen Ablautstufen des unter ↗werfen (s. d.) behandelten Verbs gebildet. Würfel bezeichnet zunächst den Spielwürfel, sodann seit dem 16. Jh. (vom kubisch geformten Spielgerät ausgehend) den geometrischen Körper mit sechs gleichen quadratischen Flächen. würfeln Vb. ‘mit Würfeln spielen’ (Anfang 16. Jh.), ‘in Würfelform bringen’ (18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›würfeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›würfeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›würfeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um herauszufinden, welches Ereignis nun ausgelöst wird, müssen Sie würfeln.
Süddeutsche Zeitung, 17.03.2000
Neulich waren wir auf einer Übung, da haben wir die ganze Zeit im Wagen gesessen und gewürfelt.
Die Zeit, 24.02.1986, Nr. 08
Wenn wir nicht das Barock des Landes würdigen und, den geschichtlichen Spuren der großen historischen Ereignisse folgend, dieselben auf uns wirken lassen, dann würfeln wir.
Tucholsky, Kurt: Das Wirtshaus im Spessart. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 20543
Ob man viel darüber nachgedacht oder ob man darum gewürfelt hat, ist nie bekanntgeworden.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 21
Auf weltpolitische Zusammenhänge aufmerksam zu machen, bleibt beiläufig und ungehört, solange es hauptsächlich darauf ankommt, eine Sechs zu würfeln.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 151
Zitationshilfe
„würfeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/w%C3%BCrfeln>, abgerufen am 10.04.2020.

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