wabbeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungwab-beln
Wortbildung mit ›wabbeln‹ als Erstglied: ↗wabbelig · ↗wabblig
eWDG, 1977

Bedeutung

landschaftlich schwabbeln
Beispiele:
der Pudding wabbelt
Ihre dicken Wangen wabbeln wie Sülze [StrittmatterOchsenkutscher60]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wabbeln · wabern · Waberlohe · wabbelig
wabbeln Vb. ‘sich wackelnd hin und her bewegen’ (von gallertartigen oder fetten, weichen Stoffen und Massen), ‘wimmeln’ (von kleinen Tieren oder Menschen), ‘schlottern’, mhd. wabelen ‘in emsiger Bewegung sein’, engl. to wobble, wabble ‘wackeln, schwanken, taumeln, zittern’, anord. vafla ‘wackeln, umherschweifen’ zeigen iteratives l-Suffix gegenüber mhd. waben, wappen ‘in Bewegung sein’, frühnhd. waben (16. Jh.), nhd. wabben (17. Jh.), aengl. wafian ‘hin und her bewegen’, die wohl am ehesten mit Ablaut zu der unter ↗weben (s. d.) behandelten Wortgruppe zu stellen sind. wabbeln ist vorwiegend in den Mundarten und der Umgangssprache gebräuchlich, literatursprachlich gelegentlich seit dem 16. Jh. Vergleichbar sind weiterhin (mit r-Suffix) wabern Vb. ‘sich unruhig, wallend bewegen’, dann (im Anschluß an Waberlohe, s. unten) ‘flackern, lodern’, mhd. waberen ‘sich hin und her bewegen’, mnl. nl. (mit Intensiv-Gemination) wapperen ‘taumeln, flattern’, anord. vafra ‘sich hin und her bewegen, umherirren’ (woraus engl. to waver ‘schwanken, flackern, zittern’). Dazu Waberlohe f. (in der nordischen Mythologie) ‘loderndes, eine Burg und die schlafende Brünhild schützend umgebendes Feuer’ (W. u. J. Grimm, R. Wagner), nach anord. vafrlogi m. ‘flackerndes Feuer’, s. ↗Lohe. wabbelig Adj. ‘sich zitternd bewegend, gallertartig, weich’ (Ende 17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
beben · ↗schwabbeln · wabbeln · ↗wackeln · ↗zittern

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das schwätzt und kichert, kreischt und juchzt, schwabbelt und wabbelt.
Der Spiegel, 14.10.1985
Nach einigen Minuten wird abgespült und die Körpergifte wabbeln in der Brühe.
Die Zeit, 07.09.2009, Nr. 36
Wenn er läuft, wabbelt sein Bauchfett hin und her, und Maik schämt sich dafür.
Die Zeit, 17.07.2003, Nr. 30
Sein massiver Oberkörper wiegte hin und her, der Speck wabbelte auf und ab.
Süddeutsche Zeitung, 02.11.2004
Lebensecht wabbelt der Pelzbauch des Bären, tanzende Wiesel werfen Chilischoten und Pizzas schwungvoll hinter sich.
C't, 2001, Nr. 25
Zitationshilfe
„wabbeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/wabbeln>, abgerufen am 19.05.2019.

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